Freitag, 14. Februar 2014

Übernachtungsgast

Als Adrian heute von Arbeit zurück kam, fragte ich ihn über die ganzen Orientierungssachen aus. Jetzt weis ich, dass die Sonne im Osten aufgeht, im Westen untergeht, dass die Wetterseite von Bäumen meistens Nordwesten ist und wie ich nachts den Polarstern finde, der genau im Norden steht. Nächstes mal kann ich mir auch Waldläuferzeichen legen, denen ich dann rückzu folgen kann. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten und ich bin mir sicher, nächstes mal finde ich auch ganz alleine wieder zurück. Und... Nunja... Jesus ist auch nur ein Gebet entfernt. Jetzt bereiteten wir noch die letzten Hinweise für unsere Wanderung morgen vor. Adrian ging anschließend zu einem Lobpreisabend. Dort wird viel gesungen, gebetet und so weiter. Als er zurück war, brachte er noch einen Gast mit, der in unserem Stamm aufgenommen werden will und über Nacht bei uns blieb. Zusammen bereiteten sie einen leckeren Joghurt zu, den wir dann aßen.

Der Kompass zeigt mit der roten Nadel immer in Richtung Norden

Donnerstag, 13. Februar 2014

Verlaufen!

Ab heute muss Adrian wieder arbeiten. Ich konnte währenddessen draußen herumstreifen. Das Wetter war ausgezeichnet und so lief ich eine ziemlich weite Strecke. Als ich merkte, dass es langsam immer dunkler wurde, drehte ich um.
Es war schon echt dunkel
An einer Kreuzung wusste ich aber auf einmal nicht mehr, aus welcher Richtung ich gekommen war. Links, rechts oder doch gerade aus? Ich sah mich um. Es wurde immer dunkler. Weit und breit niemand zu sehen. Adrian wusste auch nicht, wo ich war. Ich überlegte. Geht die Sonne im Norden unter? Oder war es Westen? Ich wusste nur, dass ich hinzu in östlicher Richtung unterwegs war. Hm... Das mit der Sonne habe ich vergessen. Aber es gibt ja noch mehrere Möglichkeiten, die Richtung zu bestimmen. Bäume sind meistens an einer Seite mit Moos bewachsen. Das ist die Wetterseite. Wenn ich jetzt nur noch wüsste, welche Himmelsrichtung das nun wieder war. Ich beschloss, den Weg zu gehen, der bergab führte. So müsste ich früher oder später an einen Fluss kommen. Wenn das die Prießnitz ist, muss ich nur flussabwärts gehen. Ich erinnerte mich an eine weitere Sache: Wenn Adrian nicht weis, was er machen soll, fragt er einfach bei Jesus nach. Zu dem kann man immer und überall reden wie mit einem guten Freund. Auch wenn man ihn nicht sehen kann, ist er immer da und will gerne helfen.
Ich glaube, ich habe mich verlaufen.
Okay... "Jesus", sagte ich, "kannst du mir sagen, wo ich lang muss? Ich glaube, ich habe mich verlaufen." Plötzlich sah ich ein Eichhörnchen auf einen Baum springen. "Hey!", rief ich, "Kannst du mir sagen, wie ich nach Dresden komme?". Das Eichhörnchen antwortete: "Klar, komm mit!" So folgte ich dem Eichhörnchen bis zur Prießnitz. Meine Überlegung, bergab zu laufen war gar nicht so schlecht, aber hätte mir an der Kreuzung nicht geholfen, weil ich von da aus zuerst noch über einen anderen Hügel gehen musste. Es war schon sehr spät, als ich zu Hause ankam. Ich bedankte mich bei dem Eichhörnchen.
"Schön, dass du wieder da bist!"
Als ich gerade ins Haus wollte, öffnete sich die Tür und Adrian kam heraus. "Ach da bist du ja! Ich wollte dich gerade suchen gehen.", sagte er. "Schön, dass du wieder da bist". Nun erzählte ich ihm, wie ich mich verlaufen hatte und dass ich Jesus nach dem Weg gefragt hatte. Ob dieser Jesus wohl das Eichhörnchen geschickt hat? Mist... ich hätte das Eichhörnchen fragen sollen.
Nagut. Jetzt muss ich mich erst einmal stärken. Adrian hat eingekauft und der Kühlschrank ist voll. Hmmmmmmm... Ich rieche Pizza!

Mittwoch, 12. Februar 2014

Briefmarken!

Hallo liebes Tagebuch,

heute hatte Adrian seine letzte Prüfung in diesem Semester. Kaum waren wir wieder zu Hause, klingelte es auch schon an der Tür und die Postfrau brachte einen großen Briefumschlag. Absender: Bundesmaterialstelle! Einige Planzeiger und ein ganzer Bogen Bundescamp-Briefmarken kamen zum Vorschein. Die Vorfreude steigt!

20 Bundescamp-Briefmarken!

Montag, 10. Februar 2014

Noch mehr Vorbereitung!

Hallo liebes Tagebuch,

ich muss jetzt schnell schlafen gehen, denn morgen wollen Adrian und ich schon ganz früh die Strecke abwandern, die wir am Samstag laufen. Dafür hat er sich eine lange Liste aufgeschrieben, was wir alles mitnehmen müssen. Ich habe ihm geholfen, schonmal alles zusammenzusammeln. Morgen schreibe ich dir noch mehr!

Was ich hier zusammengesammelt habe ist noch nichtmal alles!

Sonntag, 9. Februar 2014

Vorbereitungen zum Stammtreff

Hallo liebes Tagebuch,

schon seit gestern sind Adrian und ich dabei, den Stammtreff für nächsten Samstag vorzubereiten. Wir werden eine Wanderung durch die Dresdner Heide machen und dazu überlegen wir uns ganz viele tolle Sachen! Auf der Nachtwanderung letztens haben wir ja schon einige Ideen sammeln können. Unsere Wanderroute steht schon fest, aber bevor wir die am Dienstag einmal komplett abwandern, machen wir uns natürlich schon Gedanken darüber, welche Aufgaben zu lösen sein werden um die jeweils nächsten Punkte zu ermitteln. Adrian hat mir aber gesagt, ich darf noch nichts verraten!

Die Planung geht gut voran :•)

Freitag, 7. Februar 2014

Zweiter Nähversuch

Hallo liebes Tagebuch,

erinnerst du dich noch, als ich mal versucht habe, zu nähen? Da hab ich mir so in die Pfote gepiekst, dass ich lieber gar nicht mehr nähen wollte. Heute hat Adrian aber den Aufnäher von der langen Nacht angenäht und da wurde ich doch neugierig und wollte es nochmal probieren. Als ein Anfang gemacht war, hat er mir ganz vorsichtig die Nadel gegeben und genau gesagt, wie ich das machen kann. Es war tatsächlich ganz einfach und war auch ziemlich schnell geschafft. Naja - Zumindest schneller als letztes Mal.

das ist eigentlich viel einfacher als es aussieht!

Mittwoch, 5. Februar 2014

Was für eine Prüfung...

Auch heute war ich wieder mit in der Hochschule. Adrian war ganz entspannt, ich aber gar nicht. Die letzten Tage hat er fast nichts für die Prüfung gemacht und immer nur gesagt, das wird bestimmt ein ganz lockeres Gespräch. Als wir dann in den Prüfungsraum kamen, wollte ich noch im Rucksack bleiben. Dann hörte ich den Professor aber sagen: "Herr Danker, von Ihnen erwarte ich eine 1,0."
"Oh nein", dachte ich, "Das schafft er niemals!". Jetzt öffnete Adrian seinen Rucksack und meinte: "Okay, dafür brauche ich aber Verstärkung." Ich wusste es. Jetzt musste ich das Elend doch live miterleben. Ich nahm ganz artig auf dem Tisch platz und biss die Zähne zusammen. Dann ging es auch schon los. Tatsächlich war das Gespräch recht gut. Ich sah, wie der Professor nach und nach immer mehr Plusse neben irgendwelche Nummern auf seinen Zettel schrieb. An einer Stelle wusste Adrian nicht weiter und der Professor notierte zwei Minuszeichen. Adrian meinte, er würde gerne zuerst mit einer anderen Frage weitermachen, vielleicht fällt ihm das Gefragte später noch ein. Nach einer weiteren beantworteten Frage hat er dann tatsächlich die beiden fehlenden Sachen noch gesagt und die Minuszeichen wurden in Pluszeichen verwandelt. Puh... Glück gehabt! Dann waren die 20 Minuten um und Adrian musste kurz vor die Tür. Ich durfte drin bleiben und bekam mit, wie sich die beiden Professoren auf die Note einigten. War es denn möglich? Eine glatte Eins? Das hätte ich nie gedacht! Adrian hat sich gestern erst ein paar Seiten ausgedruckt und angemarkert, heute ziemlich lange geschlafen und das dann nur im Zug nochmal angeguckt. Statt zu lernen hat er sogar heute früh noch ganz lustig mit seiner Mama telefoniert (Dabei habe ich auch Lisa wieder gesehen!) Ich gratulierte ihm, bekam dafür ein paar Streicheleinheiten und dann saßen wir auch schon wieder im Zug zurück nach Dresden. Jetzt sind wir gerade vom Hauskreis zurück gekommen. Gute Nacht!

Dienstag, 4. Februar 2014

Wachsfackeln und Horizont-Hefte

Juhuuu! Wenn wir als Stamm oder Team irgendwann nächtliche Aktionen machen, können wir dazu ab sofort Wachsfackeln benutzen. Heute stand ein ganzer Karton davon vor unserer Tür! Den haben wir dann in unser Lager gebracht un sind dabei auf einem ganzen Karton voll mit alten Horizont-Heften gestoßen. Ein bisschen Neugierig waren wir schon, also haben wir einige davon mal durchgeblättert. Ihr glaubt gar nicht, was wir da gefunden haben! Ein Artikel über uns Schneeleoparden! Das musste ich mir sofort näher anschauen. Der Schneeleopard, der dort abgedruckt ist, sieht fast aus, wie mein Papa. Nur das Punktmuster über den Augen ist ein bisschen anders.

Sonntag, 2. Februar 2014

Nachtwanderung "Lange Nacht im Vogtland"

Hallo liebes Tagebuch,

gestern konnte ich leider nicht schreiben, weil wir gar nicht zu hause waren und ich bis gerade eben ausgeschlafen habe (Es ist schon wieder dunkel draußen). Ich habe ja geschrieben, dass wir zu der Nachtwanderung fahren wollen und genau das haben wir auch getan. Das Kakadu- und das Fuchsteam hatten heute Teamtreffs und bevor wir losgefahren sind, haben wir sie sogar noch gesehen. Pünktlich 11:30 Uhr wurden wir abgeholt und kamen ebenso pünktlich (13 Uhr) in Rodewisch an. Dort waren wir tatsächlich die allerersten! Wir durften uns an Getränken bedienen. Nach und nach kamen auch noch viele, viele andere Ranger, also bestimmt insgesamt 50 oder mehr Leute. Wir begrüßten alle, hatten ein paar echt gute Gespräche und konnten viele neue Freundschaften schließen.

Da war es noch hell draußen!
Wir sollten uns nun in eine von sechs Listen eintragen. Adrian wählte Liste "A" (Wie "A"drian eben ;•) ). Dann gab es ein kurzes Programm mit Begrüßung, Überblick über den Ablauf des Abends, einige Workshops zu verschiedenen interessanten Themen wie etwa der Umgang mit Karte und Kompass, wie man anhand des Mondes bestimmen kann, in welcher Richtung Süden ist oder wie man per Kreuzpeilung bestimmen kann, wo man sich auf der Karte befindet. Danach gab es noch einen echt guten Lobpreis, bei dem dann auch die Jugend der FEG Rodewisch dabei war und anschließend hörten wir noch eine kurze Predigt. Vor dem Abendessen fanden wir uns dann als Team zusammen, um einen Teamnamen zu finden. Ihr glaubt nicht, für welchen Namen sich das Team entschieden hat! Es wurde einstimmig beschlossen, dass wir das Schneeleopardenteam sein müssen! Wie cool ist das denn? Als Teamaufgabe mussten wir uns dann einen Teamsong und einen Teamruf ausdenken und einen Teambanner basteln. Das müssen wir in Dresden auch bald machen. Nun gab es Abendbrot. Hmmmmm... Das war wirklich lecker. Jeder sollte ja etwas mitbringen und Adrian hatte ein Glas eingeweckte Pfirsiche und ein Glas selbstgemachtes Apfelmus (beides von seiner Oma) mitgebracht. Erst 21:10 Uhr durften wir vom Gemeindehaus losgehen zur "Burg", wo die Jugendräume der Gemeinde sind. Dort stand ein Kicker, an dem wir uns noch die restliche Zeit bis 21:45 Uhr vertreiben konnten, bis unsere Gruppe endlich loslaufen durfte. Wir waren die fünfte der sechs Gruppen, also waren schon vier Gruppen vor uns, die erste Gruppe mit einer Stunde Vorsprung.

Das Schneeleopardenteam

An unserem Startpunkt mussten wir zuerst eine Aufgabe lösen, nämlich den Punkt der ersten Station auf der Karte ermitteln. Das war ganz einfach und so setzten wir uns in Bewegung. Kurz vor der ersten Station hätten wir beinahe den Weg verfehlt, merkten aber rechtzeitig, dass wir umkehren mussten. Nur wenige Meter Rückwärts und schon waren wir wieder auf dem richtigen Pfad. An der ersten Station angekommen warteten wir. ZWEI Gruppen standen dort an und durften erst im Abstand von jeweils 15 Minuten weiterlaufen. So vergingen 25 Minuten, bis wir an der Reihe waren. Diese Zeit nutzten wir, um uns einen Teamsong und einen Teamruf auszudenken. An der Station ging es darum, an einer Felswand entlang zu klettern, da der Weg erst auf der anderen Seite weiterging. Der Weg war mit einigen Knicklichtern markiert und problemlos von allen zu bewältigen. Zusätzlich war noch eine Aufgabe zu lösen, die uns dann verriet, wo unsere zweite Station zu finden war. Nun wanderten wir weiter. Als Beleuchtung waren nur rote (Stirn-)Lampen erlaubt. Adrian hatte sich da extra eine geborgt. Obwohl die Temperaturen etwa um den Gefrierpunkt waren, war niemandem wirklich kalt. Dadurch dass wir uns bewegten und im Wald auch windgeschützt waren, waren die Temperaturen sehr angenehm.
Inzwischen war es Mitternacht. Ein Mädchen aus unserem Team hatte auf die Teamliste in der Spalte "Alter" angegeben, dass sie 16 wird, also stimmten wir ein Geburtstagslied an und gratulierten ihr herzlich. Nun kamen wir zur nächsten Station. Auch hier mussten wir warten, bis das Team vor uns fertig war. Die Aufgabe bestand darin, einen Geocache zu finden. Wir erhielten eine Beschreibung und fanden ihn ziemlich schnell. Eine weitere Aufgabe war, die Koordinaten zum nächsten Punkt zu finden, doch der lag außerhalb der abgedruckten Karte! Oh nein, was tun? Es gab allerdings noch einen anderen Punkt auf der Karte. Diesen trugen wir ein und setzten uns wieder in Bewegung. Wir kamen sehr gut und schnell voran und konnten so mit nur sehr wenig Mühe das vor uns laufende Team ein- und überholen. Jetzt waren wir also das vierte von sechs Teams! An dem Punkt auf unserer Karte fanden wir keine Station, sondern den Beginn einer Waldläuferzeichenspur. An diesen Zeichen orientierten wir uns und fanden so die Station, die außerhalb der Karte lag. Dort gab es eine kräftige Suppe und ein heißes Getränk. Wir erfuhren, dass wir das dritte Team seien, also hatte sich wohl ein anderes Team auf dem letzten Streckenabschnitt verlaufen. Bevor wir die Aufgabe für den nächsten Punkt erhielten, mussten wir uns als Bogenschützen beweisen. Jeder hatte zwei Schuss. Nun bekamen wir die Aufgabe und zeichneten uns den nächsten Punkt ein. Adrian fragte, wer nun die Karte nehmen würde, aber die meisten hatten sie schon und wollten nicht schon wieder. Also war er an der Reihe. Wir mussten den Weg bis zum Start der Waldläuferzeichen zurückgehen. Auf dieser Strecke begegneten wir noch einem anderen Team. Wir sahen sie schon von weitem und versteckten uns, um sie zu überraschen. Das klappte aber nicht so gut, weil sie mit ihren Rotlichtlampen einige Reflektoren an unserer Kleidung entdeckten. Kurz darauf fanden wir den Start der Waldläuferzeichen und liefen nun durch eine Waldschneise. Dadurch, dass hier viele teils große und lockere Steine, einiges an Schnee und viele Wurzeln waren und der Weg dazu noch ziemlich abschüssig war, war diese Strecke die schwierigste auf dem Weg. Dennoch kamen wir gut voran und meisterten den Abschnitt so schnell, dass wir nun als zweites Team an der nächsten Station ankamen. Wir freuten uns sehr darüber, denn wir hatten das Team überholt, in dem der durchaus ehrgeizige Hauptstammleiter vom Stamm 240 (Dresden 1) war. Jetzt gab es einen sehr leckeren Punsch und wir sollten erraten, welche Zutaten darin waren. Orangensaft, Mandeln, Rosinen, Johannisbeersaft, Früchtetee und einige andere Zutaten fanden wir heraus. Um zum nächsten Punkt zu gelangen, bekamen wir ein Kroki. Das ist eine vereinfachte Wegdarstellung, auf der nur die Abzweige und einige markante Merkmale verzeichnet sind. Auch diese Etappe schafften wir sehr schnell, sodass wir das erste Team an der nächsten Station trafen. Hier ging es darum, die Höhe eines Turmes zu bestimmen. Adrian hatte ein Geodreieck dabei und ein Teammitglied musste sich so positionieren, dass er im Rechten Winkel zu uns am Turm stand. Nun hielt Adrian das Geodreieck so vor sich, dass die drei Spitzen die Turmspitze, den Turmsockel und den Standpunkt des Rangers überdeckten. Er musste nun noch die Strecke bis zum Turm abschreiten und schon hatten wir die Höhe auf etwa 14 Meter geschätzt und lagen damit nur einige Dezimeter daneben. Nun sollten wir alle auf den Turm steigen, um die nächste Aufgabe zu erhalten. Da wir uns auf einem schwarzen Fleck auf der Karte befanden, sollten wir nun zuerst per Kreuzpeilung unseren Standpunkt bestimmen. Als wir unseren Standpunkt schließlich ermittelt hatten, zeichneten wir ihn auf der Karte ein und bestimmten nun den nächsten Punkt auf der Karte. Wir hatten einiges an Zeit verloren, da die Kreuzpeilung zuerst nicht besonders genau gelang. So beeilten wir uns etwas und waren letztendlich wieder das schnellste Team auf dem Abschnitt, obwohl wir zwischendurch nicht genau wussten, ob wir noch auf dem richtigen Weg liefen. Die sechste und letzte Station war der Ranger-Stützpunkt des Rodewischer Stammes. Hier sollten wir unseren Teamruf, unseren Teamsong und unseren Teambanner zeigen. Oha... Einen Teambanner hatten wir völlig vergessen zu basteln! Adrian holte eine Plastetüte aus seinem Rucksack und malte einen Schneeleoparden darauf, während ein anderer Ranger einen Stock besorgte, an dem wir die Tüte befestigten. Dann gab es das Abendmahl. Adrian betete und seine Tasse wurde als Abendmahlskelch benutzt, aus dem alle tranken. Der letzte Punkt war der Ausgangspunkt der Wanderung. Unterwegs hielten wir noch am Rodewischer Ortseingangsschild für ein Foto, doch es war noch viel zu dunkel und man konnte also nichts erkennen. Genau um 6:18 Uhr betraten wir die "Burg" und trafen somit als zweites Team ein. In den letzten 8:22h verbrachten wir 2:40h an Stationen und wanderten die ca. 22,7 Km in 5:42h. Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 Km/h!

Die Teamzeiten :•)
In der Auswertung kann man erkennen, dass wir mit Abstand das schnellste Team waren. Nun bekamen wir ein leckeres Frühstück mit Brötchen und Milch. Dazu wurden noch die Aufnäher verteilt. Ziemlich genau 7 Uhr fuhren wir dann wieder ab nach Dresden, da Adrian ja noch im Gottesdienst Cajon spielen musste. 8:30 Uhr kamen wir auch schon an. Da der Gottesdienst erst 10 Uhr begann, hatte Adrian noch Zeit für eine Dusche. Zu der Zeit, als das letzte Team die Burg erreichte (9:22 Uhr), saß Adrian bereits im 137 Km entfernten Dresden im Gottesdienstsaal auf dem Cajon zur Bandprobe. Etwa 12 Uhr durfte er dann auch endlich ins Bett. Das ist jetzt über acht Stunden her. Eben ist er wieder aufgewacht, weil er morgen eine Prüfung schreibt und dafür noch lernen muss.
Also dann... es ist spät... Gute Nacht!

Unsere Wanderroute

Freitag, 31. Januar 2014

Spontane Einladung

Heute Nachmittag bekam Adrian eine Nachricht. Er wurde gefragt, ob er noch zur langen Nacht im Vogtland mitkommen will. "Was ist denn das?", wollte ich wissen. "Nunja", meinte er, "Das ist so eine Art Nachtwanderung für Ranger, die schon älter als 15 sind, also Pfadranger und Leiter." Ich war ganz aufgeregt! "Können wir da hin? Ich will das unbedingt mitmachen!" Er wusste es nicht so genau. In der Jugend musste er sich nämlich morgen um die Technik kümmern, am Sonntag im Gottesdienst Cajon spielen, eine Fahrtmöglichkeit müsste dann auch noch geklärt werden und am Montag schreibt er eine Prüfung, für die er noch lernen muss.
"Ich weis nicht", sagte er, "Da müssten wir jetzt ne ganze Menge organisieren. Aber ich will es versuchen!" Gesagt, getan. Nun fragte er zuerst nach, wer denn aus Dresden dort alles hinfahren würde und ließ sich die E-Mail-Adressen geben. Ohne Fahrtmöglichkeit bräuchten wir uns um alles andere keine Gedanken zu machen. Nun wurden einige Leute aus der Jugend gefragt, ob sie Technik machen könnten. Inzwischen gab es auch schon eine Antwort auf die E-Mail: Es hatte tatsächlich noch jemand einen Platz im Auto frei! Adrian fragte nochmal nach, ob wir dann am Sonntag auch pünktlich zum Gottesdienst zurück seien und als das bejaht wurde, war es sicher: Wir kommen mit! Jetzt packt Adrian gerade seinen Rucksack und morgen 11:30 Uhr fahren wir dann ab. Ich darf auch tatsächlich mit! Dann bin ich zwar der einzige Starter, aber wenn meine Beine zu müde werden, darf ich es mir einfach in seinem Rucksack gemütlich machen. Jetzt müssen wir aber schnell schlafen, damit wir morgen fit sind!