Heute
war es endlich soweit. Es war alles vorbereitet und ich konnte es kaum
erwarten, loszugehen. Adrian, unser Gast und ich frühstückten und wir
packten unsere Sachen zusammen. Dann gingen wir nach draußen, wo wir auf
einen Jungen aus unserem Schneeleopardenteam warteten. Er kam auch bald
und so liefen wir zur Straßenbahnhaltestelle. Auf dem Weg dorthin
begegneten wir einem anderen Ranger und an der Haltestelle kam dann noch
ein Klassenkamerad von dem Jungen dazu, auf den wir vorhin gewartet
hatten. Nach kurzer Zeit kam auch schon die Straßenbahn und wir stiegen
ein. Das Wetter war leider nicht so sonnig wie die letzten Tage, aber
das störte uns nicht weiter. Angekommen am Treffpunkt, waren wir 17
Ranger. Adrian eröffnete den Stammtreff mit einem Gebet und nach einigen
Ansagen. Jedes Team bekam
eine Karte und an jedem Punkt gab es Aufgaben zu lösen, um den jeweils
nächsten Punkt zu ermitteln. Leider fing es jetzt doch an zu regnen,
sodass wir nur eine Karte benutzten, damit die anderen trocken blieben.
Die erste Aufgabe war ganz schön schwierig. Wir mussten mit besonders
großen Zahlen rechnen. Die Richtung und die Entfernung von unserem
aktuellen Punkt zum Zielpunkt war vorgegeben und nun mussten wir die
Entfernung in Zentimeter umrechnen und durch den Kartenmaßstab teilen,
damit wir auf der Karte abmessen können, wo der Punkt ist. Nun starteten
wir und erreichten nach einiger Zeit den ersten Punkt. Dort regnete es
etwas mehr, sodass wir uns zur Lösung der nächsten Aufgabe unter einige
Nadelbäume stellten. Auf der Karte hatten wir zu Beginn der Wanderung
zwei Bezugspunkte eingezeichnet und ermittelten nun den nächsten Punkt
durch Angabe einer Richtung und Entfernung vom Bezugspunkt A. Das muss
ich mir nochmal ganz genau erklären lassen. Ich fand das viel zu schwer.
Trotzdem haben wir die Aufgabe irgendwie gelöst und liefen weiter zum
zweiten Punkt. Dort angekommen sollten wir einer Spur von
Waldläuferzeichen folgen. Aber... Es war keins zu sehen! Adrian hatte
die Spur am Dienstag gelegt und gestern ist seine Freundin den Weg
nochmal kontrollieren gewesen. So musste Adrian trotz allem das erste
Zeichen neu legen. Die meisten Zeichen der Spur waren noch ganz.
Besonders ein Zeichen war raffiniert. "Eine Nachricht in 10m Entfernung
und zwei metern Höhe." Um dieses Zeichen zu lesen mussten wir
tatsächlich den Waldläuferzeichenplan benutzen, der uns vorher
ausgeteilt wurde. Die Nachricht war ein Stock, in den das Wort "weiter"
eingeschnitzt war und der an einer Seite eine Spitze hatte. Also ganz
eindeutig: Weiterlaufen in die Richtung, in die die Spitze zeigte. So
folgten wir der Spur noch ein ganzes Stück und erreichten so den
nächsten Punkt. Dort war eine Dose versteckt, in der der nächste Hinweis
war: "Gut gemacht! Jetzt ab zum Jennystein, dort ist Mittagspause." Wir
suchten den Jennystein auf der Karte, fanden ihn und gingen los.
Endlich was futtern! Vielen Kindern war inzwischen kalt, aber einmal die
Treppenstufen runter und wieder rauf zu rennen erwärmte schließlich
jeden. Plötzlich wurden wir gefragt, wie viele Schneeleoparden es
braucht, um einen Teamleiter umzuwerfen. Oooooohhhhh! Na das wollen wir
doch mal sehen. Wir waren insgesamt fünf Jungs und ich gegen Adrian.
Gemeinsam versuchten wir, seine Beine wegzuziehen, aber er bewegte sich
fast gar nicht. Nach mehreren Minuten hörten wir auf.
Es gab nun zwei
Möglichkeiten, unsere Wanderung fortzusetzen: Entweder die Treppen hoch
oder runter. Die meisten wollten lieber die Treppen runter, also folgten
wir dem unteren Weg ein Stück, bis wir an eine Brücke kamen. Dort
befand sich Punkt 4. Die Aufgabe war ein kurzer Text in
Morsezeichen, der uns sagte, wir sollten von nun an nach norden laufen.
Nach etwa zwei Kilometern fanden wir den nächsten Punkt. Da alle Punkte
mit einem roten Faden markiert waren, mussten wir immer besonders
wachsam sein, wenn wir die Punkte nicht verpassen wollten. Hier kamen plötzlich vier Jungs aus dem Fuchs-Team auf die Idee, Adrian
ein Stück zu tragen. Oha... Da haben sie sich ja ziemlich viel
vorgenommen! Zuerst wurde allerdings die nächste Aufgabe verteilt. Ein
Kroki. Krokis sind Wegdarstellungen, bei denen nur die Abzweige
eingezeichnet werden. Wir sollten noch zur Übung kurz auf den Boden
malen, wie das Kroki bei welcher Art von Kreuzung aussehen würde. Das
war ganz einfach und jeder hat es begriffen. An diesem Punkt bekam dann
auch der neue Ranger unsere Stammnummer und einem anderen wurde zum
Geburtstag gratuliert. Nun setzten wir uns in Bewegung, Adrian getragen
von den vier Jungs. Die haben ziemlich lange durchgehalten! Nun wollten
die Jungs aus unserem Team auch getragen werden. Mal auf den Schultern,
mal auf dem Arm, dann mal zwei Jungs an jeweils einem Arm. Ab und zu
hingen wir sogar kopfrum an Adrians Arm! Das war besonders lustig. kurz
vor dem nächsten Punkt erreichten wir eine kleine Hütte. Es nieselte
zwar kaum noch, wir waren aber trotzdem froh, im trockenen zu sein. Hier
gab es nun eine kleine Andacht. Adrian hatte eine Karte dabei, auf der
der Weg eingezeichnet war, den das Volk Israel gegangen war, als sie mit
Mose aus Ägypten flohen. Wir wurden nun gefragt, warum die für die
Strecke vierzig Jahre gebraucht hatten, obwohl der Weg den wir heute
schon zurückgelegt hatten doch auf unserer Karte viel länger war.
Hmmm... Einige Kids antworteten "Die waren ja viel, viel mehr leute und
sind deshalb nicht so schnell voran gekommen." oder "Na die sind ja auch
im Kreis gelaufen.". Schließlich sagte jemand: "Die Karte hat doch
einen ganz anderen Maßstab!". Ja, das war die richtige Antwort. Als
nächstes fragte Adrian, woran sich denn die Israeliten damals orientiert
hätten. Auch hier gab es wieder ganz verschiedene Antworten: "Na an den
Sternen natürlich!", "Nachts hat Gott sie als Feuersäule geführt und am
Tag als Wolkensäule." und "Die hatten ja Mose dabei, der hat immer bei
Gott nachgefragt, wo sie hinsollen.". Jetzt erzählte Adrian, dass man
Gott nicht nur fragen kann, wenn man im Wald an einer Kreuzung steht,
sondern auch bei ganz normalen Entscheidungen jeden Tag. Er erzählte,
wie er Gott fragte, ob er lieber studieren oder Zivildienst machen
sollte und wie Gott darauf schließlich geantwortet hat. Zuletzt
ermutigte er alle, das selbst mal auszuprobieren.
Nun ging die Wanderung
weiter. Den nächsten Punkt bestimmten wir wieder über die Richtung und
Entfernung zum aktuellen Punkt. An einer Stelle wären wir beihnahe
falsch abgebogen, aber merkten es doch noch rechtzeitig. Zwischendurch
fiel einem Jungen auf, dass in der Seitentasche von Adrians Rucksack etwas
drin war. "Was ist das denn?", wollte er wissen. Adrian antwortete:
"Das ist ein universelles Befestigungssystem. Damit kann ich fast alles
fast überall befestigen.". Die Rede war von Adrians Gurtbändern, an
denen Klettverschlüsse angenäht sind. "Man könnte die sogar als
Handschellen verwenden.", ergänzte er. Das wollten natürlich einige
Jungs ausprobieren. Wenige Minuten später liefen vier Jungs mit
zusammengebundenen Händen auf dem Weg und versuchten sich zu befreien.
Manche schafften es sogar. Vielleicht spielen wir irgendwann in einem
Teamtreff mal Räuber und Gendarm, dann dürfen die Gendarmen die Räuber
auch damit festbinden! Auf diese Art kam uns der Weg zum nächsten Punkt
sehr kurz vor. Hier gab es nun eine neue Aufgabe: Irgendwo in der
näheren Umgebung ist ein Geocache versteckt. Das ist soetwas wie das
Ziel einer modernen Schatzsuche. Wir zogen nun durch das
Unterholz, um den Geocache zu finden. Tatsächlich war er ziemlich schnell gefunden. In einem etwas dickeren Plasteröhrchen war ein Logbuch
versteckt, in dem wir uns als RoyalRanger Stamm 280 Dresden 2 eintrugen.
Zusätzlich stempelten wir noch einen Tatzenabdruck mit meinem Stempel
hinein.
Den letzten Punkt mussten wir über den Bezugspunkt B ermitteln.
Diesmal waren wir schon etwas geübter und fanden wir die Lösung recht schnell. Bereits eine halbe Stunde eher als geplant, trafen wir
an unserem Zielpunkt an. Nach unserer Abschlussrunde wurden einige Ranger gleich dort abgeholt, die meisten Anderen fuhren gemeinsam mit der
Straßenbahn zurück. Wieder zu Hause, waren wir noch zu fünft. Wir
spielten noch ein paar Runden Tischfußball. Das macht echt Spaß! Später
zur Jugend gab es dann Nudeln mit Tomatensoße. Hmmmmm.
Samstag, 15. Februar 2014
Freitag, 14. Februar 2014
Übernachtungsgast
Als Adrian heute von Arbeit
zurück kam, fragte ich ihn über die ganzen Orientierungssachen aus.
Jetzt weis ich, dass die Sonne im Osten aufgeht, im Westen untergeht,
dass die Wetterseite von Bäumen meistens Nordwesten ist und wie ich
nachts den Polarstern finde, der genau im Norden steht. Nächstes mal
kann ich mir auch Waldläuferzeichen legen, denen ich dann rückzu folgen
kann. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten und ich bin mir sicher,
nächstes mal finde ich auch ganz alleine wieder zurück. Und... Nunja...
Jesus ist auch nur ein Gebet entfernt. Jetzt bereiteten wir noch die
letzten Hinweise für unsere Wanderung morgen vor. Adrian ging
anschließend zu einem Lobpreisabend. Dort wird viel gesungen, gebetet
und so weiter. Als er zurück war, brachte er noch einen Gast mit, der in
unserem Stamm aufgenommen werden will und über Nacht bei uns blieb.
Zusammen bereiteten sie einen leckeren Joghurt zu, den wir dann aßen.
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| Der Kompass zeigt mit der roten Nadel immer in Richtung Norden |
Donnerstag, 13. Februar 2014
Verlaufen!
Ab heute muss Adrian wieder arbeiten. Ich konnte währenddessen draußen herumstreifen. Das Wetter war ausgezeichnet und so lief ich eine ziemlich weite Strecke. Als ich merkte, dass es langsam immer dunkler wurde, drehte ich um.
An einer Kreuzung wusste ich aber auf einmal nicht mehr, aus welcher Richtung ich gekommen war. Links, rechts oder doch gerade aus? Ich sah mich um. Es wurde immer dunkler. Weit und breit niemand zu sehen. Adrian wusste auch nicht, wo ich war. Ich überlegte. Geht die Sonne im Norden unter? Oder war es Westen? Ich wusste nur, dass ich hinzu in östlicher Richtung unterwegs war. Hm... Das mit der Sonne habe ich vergessen. Aber es gibt ja noch mehrere Möglichkeiten, die Richtung zu bestimmen. Bäume sind meistens an einer Seite mit Moos bewachsen. Das ist die Wetterseite. Wenn ich jetzt nur noch wüsste, welche Himmelsrichtung das nun wieder war. Ich beschloss, den Weg zu gehen, der bergab führte. So müsste ich früher oder später an einen Fluss kommen. Wenn das die Prießnitz ist, muss ich nur flussabwärts gehen. Ich erinnerte mich an eine weitere Sache: Wenn Adrian nicht weis, was er machen soll, fragt er einfach bei Jesus nach. Zu dem kann man immer und überall reden wie mit einem guten Freund. Auch wenn man ihn nicht sehen kann, ist er immer da und will gerne helfen.
Okay... "Jesus", sagte ich, "kannst du mir sagen, wo ich lang muss? Ich glaube, ich habe mich verlaufen." Plötzlich sah ich ein Eichhörnchen auf einen Baum springen. "Hey!", rief ich, "Kannst du mir sagen, wie ich nach Dresden komme?". Das Eichhörnchen antwortete: "Klar, komm mit!" So folgte ich dem Eichhörnchen bis zur Prießnitz. Meine Überlegung, bergab zu laufen war gar nicht so schlecht, aber hätte mir an der Kreuzung nicht geholfen, weil ich von da aus zuerst noch über einen anderen Hügel gehen musste. Es war schon sehr spät, als ich zu Hause ankam. Ich bedankte mich bei dem Eichhörnchen.
Als ich gerade ins Haus wollte, öffnete sich die Tür und Adrian kam heraus. "Ach da bist du ja! Ich wollte dich gerade suchen gehen.", sagte er. "Schön, dass du wieder da bist". Nun erzählte ich ihm, wie ich mich verlaufen hatte und dass ich Jesus nach dem Weg gefragt hatte. Ob dieser Jesus wohl das Eichhörnchen geschickt hat? Mist... ich hätte das Eichhörnchen fragen sollen.
Nagut. Jetzt muss ich mich erst einmal stärken. Adrian hat eingekauft und der Kühlschrank ist voll. Hmmmmmmm... Ich rieche Pizza!
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| Es war schon echt dunkel |
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| Ich glaube, ich habe mich verlaufen. |
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| "Schön, dass du wieder da bist!" |
Nagut. Jetzt muss ich mich erst einmal stärken. Adrian hat eingekauft und der Kühlschrank ist voll. Hmmmmmmm... Ich rieche Pizza!
Mittwoch, 12. Februar 2014
Briefmarken!
Hallo liebes Tagebuch,
heute hatte Adrian seine letzte Prüfung in diesem Semester. Kaum waren wir wieder zu Hause, klingelte es auch schon an der Tür und die Postfrau brachte einen großen Briefumschlag. Absender: Bundesmaterialstelle! Einige Planzeiger und ein ganzer Bogen Bundescamp-Briefmarken kamen zum Vorschein. Die Vorfreude steigt!
heute hatte Adrian seine letzte Prüfung in diesem Semester. Kaum waren wir wieder zu Hause, klingelte es auch schon an der Tür und die Postfrau brachte einen großen Briefumschlag. Absender: Bundesmaterialstelle! Einige Planzeiger und ein ganzer Bogen Bundescamp-Briefmarken kamen zum Vorschein. Die Vorfreude steigt!
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| 20 Bundescamp-Briefmarken! |
Montag, 10. Februar 2014
Noch mehr Vorbereitung!
Hallo liebes Tagebuch,
ich muss jetzt schnell schlafen gehen, denn morgen wollen Adrian und ich schon ganz früh die Strecke abwandern, die wir am Samstag laufen. Dafür hat er sich eine lange Liste aufgeschrieben, was wir alles mitnehmen müssen. Ich habe ihm geholfen, schonmal alles zusammenzusammeln. Morgen schreibe ich dir noch mehr!
ich muss jetzt schnell schlafen gehen, denn morgen wollen Adrian und ich schon ganz früh die Strecke abwandern, die wir am Samstag laufen. Dafür hat er sich eine lange Liste aufgeschrieben, was wir alles mitnehmen müssen. Ich habe ihm geholfen, schonmal alles zusammenzusammeln. Morgen schreibe ich dir noch mehr!
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| Was ich hier zusammengesammelt habe ist noch nichtmal alles! |
Sonntag, 9. Februar 2014
Vorbereitungen zum Stammtreff
Hallo liebes Tagebuch,
schon seit gestern sind Adrian und ich dabei, den Stammtreff für nächsten Samstag vorzubereiten. Wir werden eine Wanderung durch die Dresdner Heide machen und dazu überlegen wir uns ganz viele tolle Sachen! Auf der Nachtwanderung letztens haben wir ja schon einige Ideen sammeln können. Unsere Wanderroute steht schon fest, aber bevor wir die am Dienstag einmal komplett abwandern, machen wir uns natürlich schon Gedanken darüber, welche Aufgaben zu lösen sein werden um die jeweils nächsten Punkte zu ermitteln. Adrian hat mir aber gesagt, ich darf noch nichts verraten!
schon seit gestern sind Adrian und ich dabei, den Stammtreff für nächsten Samstag vorzubereiten. Wir werden eine Wanderung durch die Dresdner Heide machen und dazu überlegen wir uns ganz viele tolle Sachen! Auf der Nachtwanderung letztens haben wir ja schon einige Ideen sammeln können. Unsere Wanderroute steht schon fest, aber bevor wir die am Dienstag einmal komplett abwandern, machen wir uns natürlich schon Gedanken darüber, welche Aufgaben zu lösen sein werden um die jeweils nächsten Punkte zu ermitteln. Adrian hat mir aber gesagt, ich darf noch nichts verraten!
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| Die Planung geht gut voran :•) |
Freitag, 7. Februar 2014
Zweiter Nähversuch
Hallo liebes Tagebuch,
erinnerst du dich noch, als ich mal versucht habe, zu nähen? Da hab ich mir so in die Pfote gepiekst, dass ich lieber gar nicht mehr nähen wollte. Heute hat Adrian aber den Aufnäher von der langen Nacht angenäht und da wurde ich doch neugierig und wollte es nochmal probieren. Als ein Anfang gemacht war, hat er mir ganz vorsichtig die Nadel gegeben und genau gesagt, wie ich das machen kann. Es war tatsächlich ganz einfach und war auch ziemlich schnell geschafft. Naja - Zumindest schneller als letztes Mal.
erinnerst du dich noch, als ich mal versucht habe, zu nähen? Da hab ich mir so in die Pfote gepiekst, dass ich lieber gar nicht mehr nähen wollte. Heute hat Adrian aber den Aufnäher von der langen Nacht angenäht und da wurde ich doch neugierig und wollte es nochmal probieren. Als ein Anfang gemacht war, hat er mir ganz vorsichtig die Nadel gegeben und genau gesagt, wie ich das machen kann. Es war tatsächlich ganz einfach und war auch ziemlich schnell geschafft. Naja - Zumindest schneller als letztes Mal.
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| das ist eigentlich viel einfacher als es aussieht! |
Mittwoch, 5. Februar 2014
Was für eine Prüfung...
Auch heute war ich wieder mit in der Hochschule. Adrian war ganz entspannt, ich aber gar nicht. Die letzten Tage hat er fast nichts für die Prüfung gemacht und immer nur gesagt, das wird bestimmt ein ganz lockeres Gespräch. Als wir dann in den Prüfungsraum kamen, wollte ich noch im Rucksack bleiben. Dann hörte ich den Professor aber sagen: "Herr Danker, von Ihnen erwarte ich eine 1,0."
"Oh nein", dachte ich, "Das schafft er niemals!". Jetzt öffnete Adrian seinen Rucksack und meinte: "Okay, dafür brauche ich aber Verstärkung." Ich wusste es. Jetzt musste ich das Elend doch live miterleben. Ich nahm ganz artig auf dem Tisch platz und biss die Zähne zusammen. Dann ging es auch schon los. Tatsächlich war das Gespräch recht gut. Ich sah, wie der Professor nach und nach immer mehr Plusse neben irgendwelche Nummern auf seinen Zettel schrieb. An einer Stelle wusste Adrian nicht weiter und der Professor notierte zwei Minuszeichen. Adrian meinte, er würde gerne zuerst mit einer anderen Frage weitermachen, vielleicht fällt ihm das Gefragte später noch ein. Nach einer weiteren beantworteten Frage hat er dann tatsächlich die beiden fehlenden Sachen noch gesagt und die Minuszeichen wurden in Pluszeichen verwandelt. Puh... Glück gehabt! Dann waren die 20 Minuten um und Adrian musste kurz vor die Tür. Ich durfte drin bleiben und bekam mit, wie sich die beiden Professoren auf die Note einigten. War es denn möglich? Eine glatte Eins? Das hätte ich nie gedacht! Adrian hat sich gestern erst ein paar Seiten ausgedruckt und angemarkert, heute ziemlich lange geschlafen und das dann nur im Zug nochmal angeguckt. Statt zu lernen hat er sogar heute früh noch ganz lustig mit seiner Mama telefoniert (Dabei habe ich auch Lisa wieder gesehen!) Ich gratulierte ihm, bekam dafür ein paar Streicheleinheiten und dann saßen wir auch schon wieder im Zug zurück nach Dresden. Jetzt sind wir gerade vom Hauskreis zurück gekommen. Gute Nacht!
"Oh nein", dachte ich, "Das schafft er niemals!". Jetzt öffnete Adrian seinen Rucksack und meinte: "Okay, dafür brauche ich aber Verstärkung." Ich wusste es. Jetzt musste ich das Elend doch live miterleben. Ich nahm ganz artig auf dem Tisch platz und biss die Zähne zusammen. Dann ging es auch schon los. Tatsächlich war das Gespräch recht gut. Ich sah, wie der Professor nach und nach immer mehr Plusse neben irgendwelche Nummern auf seinen Zettel schrieb. An einer Stelle wusste Adrian nicht weiter und der Professor notierte zwei Minuszeichen. Adrian meinte, er würde gerne zuerst mit einer anderen Frage weitermachen, vielleicht fällt ihm das Gefragte später noch ein. Nach einer weiteren beantworteten Frage hat er dann tatsächlich die beiden fehlenden Sachen noch gesagt und die Minuszeichen wurden in Pluszeichen verwandelt. Puh... Glück gehabt! Dann waren die 20 Minuten um und Adrian musste kurz vor die Tür. Ich durfte drin bleiben und bekam mit, wie sich die beiden Professoren auf die Note einigten. War es denn möglich? Eine glatte Eins? Das hätte ich nie gedacht! Adrian hat sich gestern erst ein paar Seiten ausgedruckt und angemarkert, heute ziemlich lange geschlafen und das dann nur im Zug nochmal angeguckt. Statt zu lernen hat er sogar heute früh noch ganz lustig mit seiner Mama telefoniert (Dabei habe ich auch Lisa wieder gesehen!) Ich gratulierte ihm, bekam dafür ein paar Streicheleinheiten und dann saßen wir auch schon wieder im Zug zurück nach Dresden. Jetzt sind wir gerade vom Hauskreis zurück gekommen. Gute Nacht!
Dienstag, 4. Februar 2014
Wachsfackeln und Horizont-Hefte
Juhuuu! Wenn wir als Stamm oder Team irgendwann nächtliche Aktionen machen, können wir dazu ab sofort Wachsfackeln benutzen. Heute stand ein ganzer Karton davon vor unserer Tür! Den haben wir dann in unser Lager gebracht un sind dabei auf einem ganzen Karton voll mit alten Horizont-Heften gestoßen. Ein bisschen Neugierig waren wir schon, also haben wir einige davon mal durchgeblättert. Ihr glaubt gar nicht, was wir da gefunden haben! Ein Artikel über uns Schneeleoparden! Das musste ich mir sofort näher anschauen. Der Schneeleopard, der dort abgedruckt ist, sieht fast aus, wie mein Papa. Nur das Punktmuster über den Augen ist ein bisschen anders. Sonntag, 2. Februar 2014
Nachtwanderung "Lange Nacht im Vogtland"
Hallo liebes Tagebuch,
gestern konnte ich leider nicht schreiben, weil wir gar nicht zu hause waren und ich bis gerade eben ausgeschlafen habe (Es ist schon wieder dunkel draußen). Ich habe ja geschrieben, dass wir zu der Nachtwanderung fahren wollen und genau das haben wir auch getan. Das Kakadu- und das Fuchsteam hatten heute Teamtreffs und bevor wir losgefahren sind, haben wir sie sogar noch gesehen. Pünktlich 11:30 Uhr wurden wir abgeholt und kamen ebenso pünktlich (13 Uhr) in Rodewisch an. Dort waren wir tatsächlich die allerersten! Wir durften uns an Getränken bedienen. Nach und nach kamen auch noch viele, viele andere Ranger, also bestimmt insgesamt 50 oder mehr Leute. Wir begrüßten alle, hatten ein paar echt gute Gespräche und konnten viele neue Freundschaften schließen.
Wir sollten uns nun in eine von sechs Listen eintragen. Adrian wählte Liste "A" (Wie "A"drian eben ;•) ). Dann gab es ein kurzes Programm mit Begrüßung, Überblick über den Ablauf des Abends, einige Workshops zu verschiedenen interessanten Themen wie etwa der Umgang mit Karte und Kompass, wie man anhand des Mondes bestimmen kann, in welcher Richtung Süden ist oder wie man per Kreuzpeilung bestimmen kann, wo man sich auf der Karte befindet. Danach gab es noch einen echt guten Lobpreis, bei dem dann auch die Jugend der FEG Rodewisch dabei war und anschließend hörten wir noch eine kurze Predigt. Vor dem Abendessen fanden wir uns dann als Team zusammen, um einen Teamnamen zu finden. Ihr glaubt nicht, für welchen Namen sich das Team entschieden hat! Es wurde einstimmig beschlossen, dass wir das Schneeleopardenteam sein müssen! Wie cool ist das denn? Als Teamaufgabe mussten wir uns dann einen Teamsong und einen Teamruf ausdenken und einen Teambanner basteln. Das müssen wir in Dresden auch bald machen. Nun gab es Abendbrot. Hmmmmm... Das war wirklich lecker. Jeder sollte ja etwas mitbringen und Adrian hatte ein Glas eingeweckte Pfirsiche und ein Glas selbstgemachtes Apfelmus (beides von seiner Oma) mitgebracht. Erst 21:10 Uhr durften wir vom Gemeindehaus losgehen zur "Burg", wo die Jugendräume der Gemeinde sind. Dort stand ein Kicker, an dem wir uns noch die restliche Zeit bis 21:45 Uhr vertreiben konnten, bis unsere Gruppe endlich loslaufen durfte. Wir waren die fünfte der sechs Gruppen, also waren schon vier Gruppen vor uns, die erste Gruppe mit einer Stunde Vorsprung.
An unserem Startpunkt mussten wir zuerst eine Aufgabe lösen, nämlich den Punkt der ersten Station auf der Karte ermitteln. Das war ganz einfach und so setzten wir uns in Bewegung. Kurz vor der ersten Station hätten wir beinahe den Weg verfehlt, merkten aber rechtzeitig, dass wir umkehren mussten. Nur wenige Meter Rückwärts und schon waren wir wieder auf dem richtigen Pfad. An der ersten Station angekommen warteten wir. ZWEI Gruppen standen dort an und durften erst im Abstand von jeweils 15 Minuten weiterlaufen. So vergingen 25 Minuten, bis wir an der Reihe waren. Diese Zeit nutzten wir, um uns einen Teamsong und einen Teamruf auszudenken. An der Station ging es darum, an einer Felswand entlang zu klettern, da der Weg erst auf der anderen Seite weiterging. Der Weg war mit einigen Knicklichtern markiert und problemlos von allen zu bewältigen. Zusätzlich war noch eine Aufgabe zu lösen, die uns dann verriet, wo unsere zweite Station zu finden war. Nun wanderten wir weiter. Als Beleuchtung waren nur rote (Stirn-)Lampen erlaubt. Adrian hatte sich da extra eine geborgt. Obwohl die Temperaturen etwa um den Gefrierpunkt waren, war niemandem wirklich kalt. Dadurch dass wir uns bewegten und im Wald auch windgeschützt waren, waren die Temperaturen sehr angenehm.
Inzwischen war es Mitternacht. Ein Mädchen aus unserem Team hatte auf die Teamliste in der Spalte "Alter" angegeben, dass sie 16 wird, also stimmten wir ein Geburtstagslied an und gratulierten ihr herzlich. Nun kamen wir zur nächsten Station. Auch hier mussten wir warten, bis das Team vor uns fertig war. Die Aufgabe bestand darin, einen Geocache zu finden. Wir erhielten eine Beschreibung und fanden ihn ziemlich schnell. Eine weitere Aufgabe war, die Koordinaten zum nächsten Punkt zu finden, doch der lag außerhalb der abgedruckten Karte! Oh nein, was tun? Es gab allerdings noch einen anderen Punkt auf der Karte. Diesen trugen wir ein und setzten uns wieder in Bewegung. Wir kamen sehr gut und schnell voran und konnten so mit nur sehr wenig Mühe das vor uns laufende Team ein- und überholen. Jetzt waren wir also das vierte von sechs Teams! An dem Punkt auf unserer Karte fanden wir keine Station, sondern den Beginn einer Waldläuferzeichenspur. An diesen Zeichen orientierten wir uns und fanden so die Station, die außerhalb der Karte lag. Dort gab es eine kräftige Suppe und ein heißes Getränk. Wir erfuhren, dass wir das dritte Team seien, also hatte sich wohl ein anderes Team auf dem letzten Streckenabschnitt verlaufen. Bevor wir die Aufgabe für den nächsten Punkt erhielten, mussten wir uns als Bogenschützen beweisen. Jeder hatte zwei Schuss. Nun bekamen wir die Aufgabe und zeichneten uns den nächsten Punkt ein. Adrian fragte, wer nun die Karte nehmen würde, aber die meisten hatten sie schon und wollten nicht schon wieder. Also war er an der Reihe. Wir mussten den Weg bis zum Start der Waldläuferzeichen zurückgehen. Auf dieser Strecke begegneten wir noch einem anderen Team. Wir sahen sie schon von weitem und versteckten uns, um sie zu überraschen. Das klappte aber nicht so gut, weil sie mit ihren Rotlichtlampen einige Reflektoren an unserer Kleidung entdeckten. Kurz darauf fanden wir den Start der Waldläuferzeichen und liefen nun durch eine Waldschneise. Dadurch, dass hier viele teils große und lockere Steine, einiges an Schnee und viele Wurzeln waren und der Weg dazu noch ziemlich abschüssig war, war diese Strecke die schwierigste auf dem Weg. Dennoch kamen wir gut voran und meisterten den Abschnitt so schnell, dass wir nun als zweites Team an der nächsten Station ankamen. Wir freuten uns sehr darüber, denn wir hatten das Team überholt, in dem der durchaus ehrgeizige Hauptstammleiter vom Stamm 240 (Dresden 1) war. Jetzt gab es einen sehr leckeren Punsch und wir sollten erraten, welche Zutaten darin waren. Orangensaft, Mandeln, Rosinen, Johannisbeersaft, Früchtetee und einige andere Zutaten fanden wir heraus. Um zum nächsten Punkt zu gelangen, bekamen wir ein Kroki. Das ist eine vereinfachte Wegdarstellung, auf der nur die Abzweige und einige markante Merkmale verzeichnet sind. Auch diese Etappe schafften wir sehr schnell, sodass wir das erste Team an der nächsten Station trafen. Hier ging es darum, die Höhe eines Turmes zu bestimmen. Adrian hatte ein Geodreieck dabei und ein Teammitglied musste sich so positionieren, dass er im Rechten Winkel zu uns am Turm stand. Nun hielt Adrian das Geodreieck so vor sich, dass die drei Spitzen die Turmspitze, den Turmsockel und den Standpunkt des Rangers überdeckten. Er musste nun noch die Strecke bis zum Turm abschreiten und schon hatten wir die Höhe auf etwa 14 Meter geschätzt und lagen damit nur einige Dezimeter daneben. Nun sollten wir alle auf den Turm steigen, um die nächste Aufgabe zu erhalten. Da wir uns auf einem schwarzen Fleck auf der Karte befanden, sollten wir nun zuerst per Kreuzpeilung unseren Standpunkt bestimmen. Als wir unseren Standpunkt schließlich ermittelt hatten, zeichneten wir ihn auf der Karte ein und bestimmten nun den nächsten Punkt auf der Karte. Wir hatten einiges an Zeit verloren, da die Kreuzpeilung zuerst nicht besonders genau gelang. So beeilten wir uns etwas und waren letztendlich wieder das schnellste Team auf dem Abschnitt, obwohl wir zwischendurch nicht genau wussten, ob wir noch auf dem richtigen Weg liefen. Die sechste und letzte Station war der Ranger-Stützpunkt des Rodewischer Stammes. Hier sollten wir unseren Teamruf, unseren Teamsong und unseren Teambanner zeigen. Oha... Einen Teambanner hatten wir völlig vergessen zu basteln! Adrian holte eine Plastetüte aus seinem Rucksack und malte einen Schneeleoparden darauf, während ein anderer Ranger einen Stock besorgte, an dem wir die Tüte befestigten. Dann gab es das Abendmahl. Adrian betete und seine Tasse wurde als Abendmahlskelch benutzt, aus dem alle tranken. Der letzte Punkt war der Ausgangspunkt der Wanderung. Unterwegs hielten wir noch am Rodewischer Ortseingangsschild für ein Foto, doch es war noch viel zu dunkel und man konnte also nichts erkennen. Genau um 6:18 Uhr betraten wir die "Burg" und trafen somit als zweites Team ein. In den letzten 8:22h verbrachten wir 2:40h an Stationen und wanderten die ca. 22,7 Km in 5:42h. Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 Km/h!
In der Auswertung kann man erkennen, dass wir mit Abstand das schnellste Team waren. Nun bekamen wir ein leckeres Frühstück mit Brötchen und Milch. Dazu wurden noch die Aufnäher verteilt. Ziemlich genau 7 Uhr fuhren wir dann wieder ab nach Dresden, da Adrian ja noch im Gottesdienst Cajon spielen musste. 8:30 Uhr kamen wir auch schon an. Da der Gottesdienst erst 10 Uhr begann, hatte Adrian noch Zeit für eine Dusche. Zu der Zeit, als das letzte Team die Burg erreichte (9:22 Uhr), saß Adrian bereits im 137 Km entfernten Dresden im Gottesdienstsaal auf dem Cajon zur Bandprobe. Etwa 12 Uhr durfte er dann auch endlich ins Bett. Das ist jetzt über acht Stunden her. Eben ist er wieder aufgewacht, weil er morgen eine Prüfung schreibt und dafür noch lernen muss.
Also dann... es ist spät... Gute Nacht!
gestern konnte ich leider nicht schreiben, weil wir gar nicht zu hause waren und ich bis gerade eben ausgeschlafen habe (Es ist schon wieder dunkel draußen). Ich habe ja geschrieben, dass wir zu der Nachtwanderung fahren wollen und genau das haben wir auch getan. Das Kakadu- und das Fuchsteam hatten heute Teamtreffs und bevor wir losgefahren sind, haben wir sie sogar noch gesehen. Pünktlich 11:30 Uhr wurden wir abgeholt und kamen ebenso pünktlich (13 Uhr) in Rodewisch an. Dort waren wir tatsächlich die allerersten! Wir durften uns an Getränken bedienen. Nach und nach kamen auch noch viele, viele andere Ranger, also bestimmt insgesamt 50 oder mehr Leute. Wir begrüßten alle, hatten ein paar echt gute Gespräche und konnten viele neue Freundschaften schließen.
| Da war es noch hell draußen! |
| Das Schneeleopardenteam |
Inzwischen war es Mitternacht. Ein Mädchen aus unserem Team hatte auf die Teamliste in der Spalte "Alter" angegeben, dass sie 16 wird, also stimmten wir ein Geburtstagslied an und gratulierten ihr herzlich. Nun kamen wir zur nächsten Station. Auch hier mussten wir warten, bis das Team vor uns fertig war. Die Aufgabe bestand darin, einen Geocache zu finden. Wir erhielten eine Beschreibung und fanden ihn ziemlich schnell. Eine weitere Aufgabe war, die Koordinaten zum nächsten Punkt zu finden, doch der lag außerhalb der abgedruckten Karte! Oh nein, was tun? Es gab allerdings noch einen anderen Punkt auf der Karte. Diesen trugen wir ein und setzten uns wieder in Bewegung. Wir kamen sehr gut und schnell voran und konnten so mit nur sehr wenig Mühe das vor uns laufende Team ein- und überholen. Jetzt waren wir also das vierte von sechs Teams! An dem Punkt auf unserer Karte fanden wir keine Station, sondern den Beginn einer Waldläuferzeichenspur. An diesen Zeichen orientierten wir uns und fanden so die Station, die außerhalb der Karte lag. Dort gab es eine kräftige Suppe und ein heißes Getränk. Wir erfuhren, dass wir das dritte Team seien, also hatte sich wohl ein anderes Team auf dem letzten Streckenabschnitt verlaufen. Bevor wir die Aufgabe für den nächsten Punkt erhielten, mussten wir uns als Bogenschützen beweisen. Jeder hatte zwei Schuss. Nun bekamen wir die Aufgabe und zeichneten uns den nächsten Punkt ein. Adrian fragte, wer nun die Karte nehmen würde, aber die meisten hatten sie schon und wollten nicht schon wieder. Also war er an der Reihe. Wir mussten den Weg bis zum Start der Waldläuferzeichen zurückgehen. Auf dieser Strecke begegneten wir noch einem anderen Team. Wir sahen sie schon von weitem und versteckten uns, um sie zu überraschen. Das klappte aber nicht so gut, weil sie mit ihren Rotlichtlampen einige Reflektoren an unserer Kleidung entdeckten. Kurz darauf fanden wir den Start der Waldläuferzeichen und liefen nun durch eine Waldschneise. Dadurch, dass hier viele teils große und lockere Steine, einiges an Schnee und viele Wurzeln waren und der Weg dazu noch ziemlich abschüssig war, war diese Strecke die schwierigste auf dem Weg. Dennoch kamen wir gut voran und meisterten den Abschnitt so schnell, dass wir nun als zweites Team an der nächsten Station ankamen. Wir freuten uns sehr darüber, denn wir hatten das Team überholt, in dem der durchaus ehrgeizige Hauptstammleiter vom Stamm 240 (Dresden 1) war. Jetzt gab es einen sehr leckeren Punsch und wir sollten erraten, welche Zutaten darin waren. Orangensaft, Mandeln, Rosinen, Johannisbeersaft, Früchtetee und einige andere Zutaten fanden wir heraus. Um zum nächsten Punkt zu gelangen, bekamen wir ein Kroki. Das ist eine vereinfachte Wegdarstellung, auf der nur die Abzweige und einige markante Merkmale verzeichnet sind. Auch diese Etappe schafften wir sehr schnell, sodass wir das erste Team an der nächsten Station trafen. Hier ging es darum, die Höhe eines Turmes zu bestimmen. Adrian hatte ein Geodreieck dabei und ein Teammitglied musste sich so positionieren, dass er im Rechten Winkel zu uns am Turm stand. Nun hielt Adrian das Geodreieck so vor sich, dass die drei Spitzen die Turmspitze, den Turmsockel und den Standpunkt des Rangers überdeckten. Er musste nun noch die Strecke bis zum Turm abschreiten und schon hatten wir die Höhe auf etwa 14 Meter geschätzt und lagen damit nur einige Dezimeter daneben. Nun sollten wir alle auf den Turm steigen, um die nächste Aufgabe zu erhalten. Da wir uns auf einem schwarzen Fleck auf der Karte befanden, sollten wir nun zuerst per Kreuzpeilung unseren Standpunkt bestimmen. Als wir unseren Standpunkt schließlich ermittelt hatten, zeichneten wir ihn auf der Karte ein und bestimmten nun den nächsten Punkt auf der Karte. Wir hatten einiges an Zeit verloren, da die Kreuzpeilung zuerst nicht besonders genau gelang. So beeilten wir uns etwas und waren letztendlich wieder das schnellste Team auf dem Abschnitt, obwohl wir zwischendurch nicht genau wussten, ob wir noch auf dem richtigen Weg liefen. Die sechste und letzte Station war der Ranger-Stützpunkt des Rodewischer Stammes. Hier sollten wir unseren Teamruf, unseren Teamsong und unseren Teambanner zeigen. Oha... Einen Teambanner hatten wir völlig vergessen zu basteln! Adrian holte eine Plastetüte aus seinem Rucksack und malte einen Schneeleoparden darauf, während ein anderer Ranger einen Stock besorgte, an dem wir die Tüte befestigten. Dann gab es das Abendmahl. Adrian betete und seine Tasse wurde als Abendmahlskelch benutzt, aus dem alle tranken. Der letzte Punkt war der Ausgangspunkt der Wanderung. Unterwegs hielten wir noch am Rodewischer Ortseingangsschild für ein Foto, doch es war noch viel zu dunkel und man konnte also nichts erkennen. Genau um 6:18 Uhr betraten wir die "Burg" und trafen somit als zweites Team ein. In den letzten 8:22h verbrachten wir 2:40h an Stationen und wanderten die ca. 22,7 Km in 5:42h. Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4 Km/h!
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| Die Teamzeiten :•) |
Also dann... es ist spät... Gute Nacht!
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