Nach dem Zoobesuch kehrten Adrian und ich wieder heim. Er war noch zu einer Geburtstagsfeier
eingeladen und ich wollte auch gerne mit. Zuerst fuhren wir zu Mona, die noch
einen Kuchen zubereitete. Als der Kuchen fertig war, dauerte es nicht mehr
lange, bis wir aufbrechen konnten. Nur wenig später erreichten Mona, Liesbeth,
Adrian und ich die Wohnung vom Geburtstagskind, in der auch die beiden anderen
Rangerleiter Karl und Friedrich wohnen. Damit war unser Rangerleitungsteam bis
auf unseren Junior-Leiter vollzählig.
Es gab nun verschiedene Speisen, vor allem auch reichlich Pizza. Davon
wollte ich Adrian gerne ein Foto machen lassen, lief also die Kamera holen, die
noch im Rucksack auf dem Flur war. Als ich gerade den Rucksack öffnen wollte,
spürte ich, wie mich jemand packte, mich in einen Sack steckte und das Maul
zuhielt. Ich konnte nichts mehr sehen und wurde schließlich irgendwohin
getragen und in einem Schrank eingesperrt. Mit meinen scharfen Krallen schaffte
ich es nun zwar, mich aus dem Sack zu befreien, aber die Schranktür war fest
verschlossen. Ich rief laut um Hilfe, doch niemand konnte mich hören.
Verzweifelt schlug ich an die Schranktür. Ich war allein, gefangen und wusste
nicht einmal wo ich war. Wird Adrian mich hier finden? Schluchzend rollte ich
mich zusammen und spürte die Tränen über mein Fell kullern. Wer würde so etwas
tun? Und warum? Ob ich wohl jemals wieder nach Hause komme? In meinem Kopf
drehten sich die Fragen. "Du... Jesus? Bist du da?", fragte ich leise
ins dunkel. So richtig rechnete ich gar nicht mit einer Antwort, aber plötzlich
hörte ich eine sanfte Stimme in meinem Kopf sagen "Klar, Flocke, ich bin
immer da! Du brauchst keine Angst zu haben. Niemand wird dir etwas tun, denn
ich passe auf dich auf.“ Wow... So klingt also die Stimme von Jesus? Jetzt war
ich gar nicht mehr so ängstlich. "Ähm...", stammelte ich, "Und
wie komme ich jetzt hier raus?" Wieder hörte ich die Stimme: "Wenn du
ausgeschlafen bist, wird die Tür offen sein." Na toll. So hatte ich mir
das aber nicht vorgestellt. Ich soll einfach schlafen? Hier drin? Was ist mit
Adrian? Er wird mich suchen. Wer weis, was ihm die Leute erzählt haben.
Vielleicht haben sie gesagt, ich bin schon auf dem Weg nach Hause oder so und
er sucht deshalb gar nicht nach mir. Mein Kopf war voller Fragen. Schließlich
schlummerte ich ein.
Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen hatte. Als ich plötzlich erwachte,
wusste ich gar nicht, wo ich bin. Erst langsam fiel mir wieder alles ein. Ob
die Tür wirklich offen ist? Ich drückte ganz fest. Nichts bewegte sich. Ich
warf mich mit meinem ganzen Gewicht dagegen. Keine Chance. "Jesus? Du hast
doch gesagt, die Tür ist offen, wenn ich aufwache?!", sagte ich ziemlich
vorwurfsvoll. "Ist sie auch, aber solange du an die Rückwand drückst,
passiert bestimmt nichts." Oh. Ähm... Danke für den Tipp. Nun drückte ich
gegen die andere Seite. Doch auch hier bewegte sich nichts. "EY! JESUS,
was soll das?" fauchte ich echt entrüstet. "Schiebetür.", hörte
ich seine Stimme sagen. Ups. "Oh... Tut mir leid. Danke." Tatsächlich
ließ sich die Tür ganz leicht öffnen. Sehr vorsichtig schob ich sie einen kleinen
Spalt nach links. Im Zimmer war es noch stockdunkel. Gut, dass mein
Halstuchknoten wenigstens ein bisschen leuchtet. Jemand schnarchte auf dem Bett
an der gegenüberliegenden Wand und redete im Schlaf. Irgendwas von "Die
Katze ist im Sack" und "Lösegeld". Leise schlich ich durch das
Zimmer zur Tür, warf aber versehentlich mit meinem Schwanz eine Glasflasche um,
die polternd auf eine andere Flasche fiel. Ich erstarrte vor Schreck. Dann
hatte ich nur noch einen Gedanken: Flucht! In Windeseile rannte ich quer durch
die Wohnung, fand den Ausgang und floh so schnell mich meine Beine trugen durch
das Treppenhaus nach unten. Hinter mir hörte ich schnelle Schritte, doch ich
war etwas schneller. Das Herz schlug mir bis zum Hals und als ich endlich
draußen war, rannte ich einfach nur noch weg, ohne mich umzusehen. Ich weiß
nicht, wie lange ich gerannt bin, ich weiß auch nicht, in welcher Richtung ich
unterwegs war, aber eins weis ich: Jesus passt auf mich auf und die Verfolger
haben längst aufgegeben. Völlig erschöpft erreichte ich schließlich ein
Gebüsch, in dem ich mich ausruhen konnte. "Hier bist du in
Sicherheit", hörte ich diese freundliche Stimme wieder sagen, "ruh
dich erstmal richtig aus, du wirst deine Kräfte brauchen." Noch bevor ich
mich erneut bedanken konnte, schlief ich auch schon tief und fest.
Als ich meine Augen wieder öffnete, war es taghell. Ich hörte Kinder lachen
und herumtoben. Vorsichtig wagte ich einen Blick aus dem Gebüsch. Oh, sie
spielen wohl verstecken. Plötzlich spürte ich, wie jemand meinen Schwanz
berührte. Ich erschrak, sprang herum und blickte einem kleinen Jungen im
Kundschafteralter direkt ins Gesicht, der mindestens genau so erschrocken war,
wie ich. Nach ein paar Sekunden stotterte er ganz leise und ängstlich
"Du... frisst mich hoffentlich jetzt nicht auf?!" Jetzt musste ich
doch ein wenig lachen. "Wie kommst du denn darauf? Natürlich nicht. Wer
bist du denn? Ich bin Flocke!" Ich streckte ihm meine Tatze hin und er
drückte sie. "Cool. Ich bin Paul. Wow... Sag mal, ist das da ein echtes
RoyalRanger-Halstuch da um deinen Hals?" Ich bejahte seine Frage, als ein
anderes Kind uns entdeckte und laut rief: "Wooow, Paul, was hast du denn
da für eine große Katze gefunden? Die ist ja cool!" Auf der Stelle kamen
auch noch fünf andere Kinder angerannt. Nachdem Paul und ich aus dem Gebüsch
gekrochen waren, erzählte ich den Kindern, dass ich ein Schneeleopard bin, wie
ich hier her gekommen bin und dass ich den Weg nach Hause suche. Die Kinder
waren sofort bereit, mir zu helfen. Es stellte sich heraus, dass auch Paul und
zwei der anderen Kinder Royal Rangers sind, aber zu einem anderen Dresdner
Stamm gehören. Paul hatte eine gute Idee: "Lasst uns zu meinem Teamleiter
Wilhelm laufen, der weis bestimmt rat!" Gesagt, getan. Nur wenige Häuser
weiter drückte er die Klingel und ein freundlicher junger Mann öffnete die Tür.
Paul erklärte ihm alles und so rief Wilhelm kurz darauf bei Adrian an.
"Kommt mit, wir fahren mit meinem Auto direkt zu Adrian nach Hause. Das
ist nämlich ganz schön weit.", sagte er anschließend. Das ließ ich mir
natürlich nicht zweimal sagen. Paul, Wilhelm und ich setzten uns also in
Bewegung. 20 Minuten später erreichten wir das Gemeindegrundstück und Adrian
erwartete uns schon. Leider mussten Paul und Wilhelm schon wieder zurück, sonst
hätten sie noch einen Kakao mit uns trinken können. Jetzt erzählte ich Adrian
von meinen Erlebnissen. Er erzählte mir dann, dass er mich ganz lange gesucht
hat und letzte Nacht vor lauter Sorge überhaupt nicht schlafen konnte. Als ich
nicht zurückkam, wurde ihm gesagt, ich wollte ihm eine Überraschung machen und
sei deshalb schon nach Hause gegangen. Zuerst wollte er das gar nicht glauben,
aber als er mich dann nicht fand, blieb ihm nichts anderes übrig. Als er mich
schließlich nicht zu Hause antraf... Naja... Wie gesagt... Da hat er sich sehr große
Sorgen gemacht.
Montag, 31. März 2014
Sonntag, 30. März 2014
Besuch bei Mama und Papa
Heute war besonders gutes Wetter. Adrian und seine
Freundin Mona haben deshalb beschlossen, in den Zoo zu gehen und ich durfte mit!
Natürlich kamen wir gleich zu Beginn an das Gehege, in dem meine Eltern leben.
Ich rief ganz laut nach ihnen, aber sie hörten mich nicht. Von Mama sah ich
oben auf ihrem Lieblingsplatz nur ein ganz kleines Stück weißes Bauchfell und
Papa war bestimmt auch gerade irgendwo einen Mittagsschlaf machen, wo ihn
niemand sehen konnte. Na gut, kommen wir eben später wieder vorbei.
Als wir nach kurzer Zeit zurückkehrten, war noch alles beim Alten. "Haaaaaaallooooooo!", rief ich laut, doch es blieb still im Gehege. Hm... Ich war schon ein bisschen nervös, aber Adrian meinte, dann kommen wir eben später noch ein weiteres Mal her.
Bei unserem dritten Versuch klappte es! Mama wachte auf, reckte sich ein wenig und auch Papa kam aus seinem Versteck. Ich hüpfte vor lauter Aufregung wild umher und erzählte ihnen von meinen Abenteuern bei den Royal Rangers. Schließlich sahen wir einen Tierpfleger in unsere Richtung kommen, also musste ich mich schnell wieder in Adrians Rucksack verstecken. Ich winkte meinen Eltern noch zum Abschied und so setzten wir schließlich den Zoobesuch fort.
Als wir nach kurzer Zeit zurückkehrten, war noch alles beim Alten. "Haaaaaaallooooooo!", rief ich laut, doch es blieb still im Gehege. Hm... Ich war schon ein bisschen nervös, aber Adrian meinte, dann kommen wir eben später noch ein weiteres Mal her.
Bei unserem dritten Versuch klappte es! Mama wachte auf, reckte sich ein wenig und auch Papa kam aus seinem Versteck. Ich hüpfte vor lauter Aufregung wild umher und erzählte ihnen von meinen Abenteuern bei den Royal Rangers. Schließlich sahen wir einen Tierpfleger in unsere Richtung kommen, also musste ich mich schnell wieder in Adrians Rucksack verstecken. Ich winkte meinen Eltern noch zum Abschied und so setzten wir schließlich den Zoobesuch fort.
Samstag, 29. März 2014
Teamtreff
Heute hatten wir Teamtreff. Außer Adrian und mir waren noch drei Jungs da, mit denen wir eine Kohte aufbauten. In der Kohte aßen wir Mittag. Danach gingen wir in den Prießnitztunnel. Früher galt es wohl als Mutprobe, durch den dunklen Tunnel zu laufen. Weil aber jeder von uns eine Stirnlampe dabei hatte, war es gar nicht dunkel. Adrian erzählte uns nun, dass fast überall, wo in der Bibel von Höhlen die Rede ist, jemand etwas, jemanden oder sich selbst verstecken musste. Und warum verstecken? Nun, es ist ja so: Verstecken muss man sich eigentlich nur dann, wenn man vor etwas oder jemandem Angst hat. Dann ist eine Höhle ziemlich gut geeignet. In der Bibel steht aber auch, dass wir immer Jesus an unserer Seite haben, also keine Angst haben müssen. Deshalb brauchen wir uns auch nicht zu verstecken.
Jetzt musste leider schon einer der Jungs los. Wir anderen hatten noch eine Stunde Zeit. Diese nutzten wir, um das Zelt wieder abzubauen und danach in der Prießnitz noch Steine herauszuholen.
Schließlich war der Teamtreff beendet. Die beiden Jungs blieben aber noch den ganzen Tag hier, sodass wir noch gemeinsam spielen konnten. Später kamen sogar noch drei andere Jungs dazu. Das war echt cool.
Am Abend wollten wir noch einen Jungen zum Bus bringen. Leider war der Bus gerade abgefahren, sodass wir den Jungen bis nach Hause brachten. Das waren immerhin fast zweieinhalb Kilometer (vier Haltestellen), die Adrian und ich auch wieder zurück laufen mussten!
Jetzt musste leider schon einer der Jungs los. Wir anderen hatten noch eine Stunde Zeit. Diese nutzten wir, um das Zelt wieder abzubauen und danach in der Prießnitz noch Steine herauszuholen.
Schließlich war der Teamtreff beendet. Die beiden Jungs blieben aber noch den ganzen Tag hier, sodass wir noch gemeinsam spielen konnten. Später kamen sogar noch drei andere Jungs dazu. Das war echt cool.
| Spielen im Papiercontainer |
Freitag, 28. März 2014
Workshopanmeldung
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| Ich übe schonmal ein bisschen |
Wenn wir von dem Workshopwochenende zurück sind, können wir auch in unserem Stamm Baumklettern. Das wird garantiert sehr viel Spaß machen!
Donnerstag, 27. März 2014
Ein sehr altes Bild
Heute kam Adrian ganz aufgeregt von der Arbeit nach Hause. "Flocke! Ich muss dir was zeigen!", sagte er und startete hastig seinen Laptop. Auf dem Bildschirm erschien nach kurzer Zeit ein schwarz-weißes Foto mit Pfadfindern drauf. "Das sind aber keine Royal Rangers", sagte ich. "Gut erkannt", antwortete er. Jetzt schaute ich mir das Bild nochmal ganz genau an. Hm... Die haben gar keine Halstücher. Aber ganz deutlich einen Teambanner. Das könnte ein Adler oder sowas sein... "Was ist denn an dem Bild so besonders?", fragte ich schließlich. "Das Bild wurde 1927 aufgenommen und ist also schon 87 Jahre alt. Der
Junge, der vorne auf dem Rucksack sitzt ist---", er machte eine Pause
und ich guckte ihn gespannt an, "--- ist Heinz Danker, mein Uropa! Damals gab es die Royal Rangers noch gar nicht und überhaupt... Lord Baden-Powell hat erst wenige Jahre zuvor überhaupt die Pfadfinderbewegung gegründet." Das ist ja wirklich erstaunlich. Ob der Uropa von Adrian Lord Baden-Powell wohl kennen gelernt hat?
"Woher hast du dieses Foto denn?", wollte ich nun wissen. Er erzählte mir, dass sein Vater ihn auf die Gründungsgeschichte der Royal Rangers aus Stralsund aufmerksam gemacht hatte. Auf deren Website steht, dass die Frau des Gemeindegründers dem Stammleiter das Foto gegeben hatte.
"Woher hast du dieses Foto denn?", wollte ich nun wissen. Er erzählte mir, dass sein Vater ihn auf die Gründungsgeschichte der Royal Rangers aus Stralsund aufmerksam gemacht hatte. Auf deren Website steht, dass die Frau des Gemeindegründers dem Stammleiter das Foto gegeben hatte.
Dienstag, 25. März 2014
Schnee und ganz viel Post
Adrian war heute mit seinem Chef unterwegs nach Limbach-Oberfrohna. Als er mir das heute früh auf einer Deutschlandkarte zeigte, fragte ich, ob ich mitkommen könnte. Unter der Bedingung, dass ich keinen Mucks von mir gebe, durfte ich in den Rucksack. Die Fahrt dauerte ziemlich lange und ab und zu schaute ich vorsichtig nach draußen, wenn sich Adrian und sein Chef unterhielten. Beihnahe hätte ich laut "Oooooooohhh!" gerufen, aber ich erinnerte mich noch rechtzeitig daran, dass ich gar nicht da sein dürfte. Draußen fiel Schnee! Sehr viele, sehr große Schneeflocken fielen sehr dicht auf die Fensterscheiben und die vorbeiziehende Landschaft draußen. Scließlich am Ziel angekommen, nahm Adrian nur einen Hefter aus seinem Rucksack und ließ diesen dann mit mir im Auto. Jetzt waren sie weg und ich konnte aus meinem Versteck. Die Autotüren waren von innen leicht zu öffnen und so konnte ich nach draußen. Im dichten Schneegestöber tobte ich ausgelassen auf dem Parkplatz umher. Ich wälzte mich im Schnee, rollte eine große Schneekugel und kletterte auf einen Baum. Ob es zu Hause wohl auch so geschneit hat? Nach fast zwei Stunden bemerkte ich, wie Adrian und sein Chef aus dem Gebäude traten. Es hatte inzwischen aufgehört zu schneien und erschreckt stellte ich fest, dass auf dem ganzen Gelände meine Spuren zu sehen waren und ich außerdem noch ins Auto musste, von innen verriegeln musste und so weiter. Außerdem war ich ganz voller Schnee, sodass ich im Auto und vor allem in Adrians Rucksack alles nass gemacht hätte! Au weia. Ich rannte zwischen den anderen parkenden Autos zurück, öffnete die vom Haus abgewandte Seitentür des Autos nur einen schmalen Spalt, kroch hinein, verriegelte die Türen und versteckte mich wieder im Rucksack. Jetzt hörte ich, wie sich die Türen öffneten und die beiden wieder einstiegen. Adrian hatte seinen Chef bestimmt gut abgelenkt, sodass er nichts gemerkt hatte. Puh - Glück gehabt. Jetzt trat aber meine andere Befürchtung ein: Der Schnee an meinem Fell begann zu schmelzen und ich konnte nichts dagegen tun! Hoffentlich geht Adrians Laptop davon nicht kaputt.
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| Die Anerkennungsurkunde für 2014 |
Adrian gab dann die Autoschlüssel ab, während sein Chef einen anderen Weg einschlug. Dann gab es auch tatsächlich den erwarteten Ärger. Das Laptopfach war glücklicherweise wasserdicht, aber das Notizbuch war völlig durchweicht.
Zurück in Dresden gab es einiges an Post. Wir holten aus dem Nachbarhaus ein kleines Päckchen ab, das nicht in den Briefkasten gepasst hatte. Darin befand sich ein Siegel für unseren Bundescamp-Marktstand. Ein anderes kleines Päckchen hat aber tatsächlich durch den Briefkastenschlitz gepasst. Darin war eine ganze Packung Wachsmalstifte, die wir ebenfalls auf unserem Bundescamp-Marktstand benutzen wollen.
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| Das Siegel mit der Krone ist echt cool |
Adrian bereitete nun noch etwas für den Hauskreis vor, zu dem er dann auch bald fuhr. Ich blieb zu Hause und machte mir eine Pizza.
Montag, 24. März 2014
Postkarte an Lisa
Heute habe ich eine gaaaanz große Postkarte an Lisa geschrieben. Hoffentlich kommt sie an und gefällt ihr. Ich hab extra zusammen mit Adrian nachgeforscht, wie groß eine Postkarte maximal sein darf. Dann habe ich meinen Text draufgeschrieben und war mit Adrian auf der Post, um eine Briefmarke draufzukleben und die Karte abzuschicken. Kann es kaum erwarten, mit ihr zu telefonieren. Letztes Wochenende hat sie wohl ganz alleine im Kindergarten von Adrians kleiner Schwester verbracht.
Sonntag, 23. März 2014
Der 90. Geburtstag
Heute war Adrian auf dem 90. Geburtstag einer seiner Nachbarinnen eingeladen. Ich durfte auch mit. Dort gab es sehr viel zu Essen, aber irgendwann wurde es mir langweilig. Einige Programmpunkte waren aber echt lustig. Wenn gerade kein Programmpunkt war, spielte Adrian mit einem 6-jährigen Jungen, der auch auf der Feier war. Dem Jungen war genauso langweilig wie mir und schließlich schlug Adrian vor, wir könnten den Prießnitztunnel erforschen! Au ja! Ich habe mich bisher noch nie ganz durch getraut, weil der Tunnel ziemlich dunkel ist. Kurzerhand machten wir uns zu dritt auf den Weg. Adrian holte noch seine Stirnlampe und dann ging es los. Im Tunnel hallt es sehr stark, deshalb versuchte Adrian, uns das Nebelhorn beizubringen. Da muss man zwischen beiden Händen einen großen Hohlraum bilden, dann die Daumen nebeneinander und dann reinpusten. Mit meinen Tatzen klappt das nicht so gut und die Hände von dem Jungen sind auch noch nicht groß genug dafür. Jedenfalls machte es einen Riesenspaß, vor- und rückwärts durch den Tunnel zu laufen. Wir fanden auch kleine, flache Steine, die wir übers Wasser springen ließen.
Samstag, 22. März 2014
Stammtreff
Hallo liebes Tagebuch,
heute sind Adrian und ich wieder früh aufgestanden. Wir frühstückten etwas Müsli und liefen nach unten, um den Stammtreff vorzubereiten. Der Plan war, überm Feuer zu kochen und damit anzufangen, die Kostüme zu basteln.
Wir holten zuerst eine lange Holzstange, die wir als Fahnenmast aufstellten. Um Feuer zu machen, brauchen wir auch Holz, was zuerst gehackt werden muss. So legten wir schon eine Axt und Handschuhe bereit. Das Feuerholz, den Hackklotz, das Dreibein, die Feuerschale und was sonst noch gebraucht wurde, holten wir aber noch nicht, damit auch später noch genug zu tun war.
Überraschenderweise war das Wetter richtig gut, obwohl gestern noch regen angesagt wurde.
Nach und nach kamen dann auch schon unsere Ranger. Nur... Es kamen auch viele, viele andere Leute. Heute war nämlich in unserer Gemeinde noch eine andere Veranstaltung, nämlich die Regionalkonferenz, zu der Pastoren aus ganz Sachsen zusammentrafen. Leider stellten sehr viele dieser Leute ihre Autos auf dem Gemeindegrundstück ab, sodass Adrian und die anderen Leiter ab und zu den Pastoren ander Parkplätze zuweisen mussten, damit wir überhaupt genug Platz für unsere Stammrunde hatten. Schließlich konnten wir beginnen. Adrian begrüßte alle Ranger und betete für den Stammtreff. Nun wurde von zwei Jungs aus unserem Team die Flagge gehisst. Außerdem erklärte Adrian den Tagesablauf und gratuliertde den Geburtstagskindern. Besonders freuten wir uns außerdem über zwei Gäste in unserem Schneeleopardenteam. Nach der Teammeldung starteten wir mit einem Spiel. Philip erklärte eine besonders schwere Variante von Steh-Geh. Wer abgeschlagen wurde und stand, musste sich breitbeinig hinstellen und darauf warten, dass jemand anderes durch den Beinen durchkroch. Dann musste er kurz das Spielfeld verlassen, um fünf Liegestütze oder Kniebeuge zu machen. Erst dann durfte er wieder mitspielen. Friedrich und Adrian waren zuerst die Fänger, konnten zu zweit aber längst nicht schnell genug alle Ranger abschlagen. Also kam noch ein Fänger dazu. Irgendwann schafften sie es schließlich. Es gab noch einen zweiten durchgang, bei dem aber keine Leiter Fänger waren. Da es aber nun zu lange dauerte, wurde das Spiel abgebrochen und wir trafen uns wieder an der Flagge. Hier wurden wir anschließend in unseren Teams zu den
verschiedenen Aufgaben geschickt. Die Füchse machten Feuer und bereiteten die Kochstelle vor, wir bastelten an unserem Teambanner weiter und die Kakadus kümmerten sich um das Essen. Jedem, der zum Bundescamp angemeldet ist, wurde schließlich auch ein grober Kostümzuschnitt angefertigt. Diese Kostümzuschnitte werden wir dann in unseren Teamtreffs noch zu fertigen Kostümen zusammennähen. Als unser Teambanner schließlich so gut wie fertig war, liefen wir als Team zur Prießnitz, um dort einige Steine wegzuräumen, die bereits am Rand lagen. Die Jungs waren sehr eifrig bei der Sache und so hatten wir schon bald einen ziemlich ansehnlichen Steinhaufen weggeräumt, als uns die anderen Teams zum Essen riefen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße und Käse. Es schmeckte ziemlich lecker.
Nachdem wir fertig gegessen hatten, hatte Adrian eine Geschichte vorbereitet: Zum Bundescamp sind wir ja die Adligen. Was das bedeutet, wusste ich bis dahin noch gar nicht so genau, aber gemeinsam trugen wir einige Dinge zusammen. Die Adligen sind also reiche Leute. Sie haben Macht, wissen sehr viel und essen nur die besten Speisen. Jedenfalls begann so die Geschichte. Wir sind alle adlig und leben im alten Jerusalem, als plötzlich König Nebukadnezar aus Babylon angreift und unsere Stadt erobert. Wir alle werden gefangen und nach Babylon gebracht, wo man uns einsperrte. Dann wurden einige von uns ausgewählt, um am Hof des Königs ausgebildet zu werden. Das alles ist nach einer wahren Geschichte erzählt. Die kann man sogar in der Bibel nachlesen.
Der Stammtreff war jetzt schon fast zuende. Nur noch aufräumen und dann die Stammrunde. In der Stammrunde führten die Kakadus ihren Teamsong vor. Den fand ich richtig cool. Ich glaube, jetzt habe ich einen Ohrwurm. (Ka-Ka-Ka-Kaaa-Duuu-Du-Du!!!)
Es war noch ein bisschen Zeit, also spielten wir noch eine Runde Steh-Geh. Ich habe es tatsächlich geschafft, dass ich kein einziges mal abgeschlagen wurde! Das war echt cool. Um uns zu verabschieden, stellten wir uns in einer Reihe auf. Dann ging die ganze Reihe aneinander vorbei, sodass jeder jeden abklatschte. Ich glaub, das machen wir ab jetzt immer so.
Einige Ranger gingen noch nicht sofort nach Hause. Adrian wurde wieder von einem aus dem Fuchs-Team am Kicker herausgefordert. Danach war noch ein Ranger aus unserem Team da, der gerne nochmal durch den Prießnitztunnel laufen wollte. Auch das haben wir noch gemacht. Als dann schließlich alle weg waren, fing es an zu regnen. Wie schön, dass wir noch gutes Wetter genießen konnten!
heute sind Adrian und ich wieder früh aufgestanden. Wir frühstückten etwas Müsli und liefen nach unten, um den Stammtreff vorzubereiten. Der Plan war, überm Feuer zu kochen und damit anzufangen, die Kostüme zu basteln.
Wir holten zuerst eine lange Holzstange, die wir als Fahnenmast aufstellten. Um Feuer zu machen, brauchen wir auch Holz, was zuerst gehackt werden muss. So legten wir schon eine Axt und Handschuhe bereit. Das Feuerholz, den Hackklotz, das Dreibein, die Feuerschale und was sonst noch gebraucht wurde, holten wir aber noch nicht, damit auch später noch genug zu tun war.
Überraschenderweise war das Wetter richtig gut, obwohl gestern noch regen angesagt wurde.
Nach und nach kamen dann auch schon unsere Ranger. Nur... Es kamen auch viele, viele andere Leute. Heute war nämlich in unserer Gemeinde noch eine andere Veranstaltung, nämlich die Regionalkonferenz, zu der Pastoren aus ganz Sachsen zusammentrafen. Leider stellten sehr viele dieser Leute ihre Autos auf dem Gemeindegrundstück ab, sodass Adrian und die anderen Leiter ab und zu den Pastoren ander Parkplätze zuweisen mussten, damit wir überhaupt genug Platz für unsere Stammrunde hatten. Schließlich konnten wir beginnen. Adrian begrüßte alle Ranger und betete für den Stammtreff. Nun wurde von zwei Jungs aus unserem Team die Flagge gehisst. Außerdem erklärte Adrian den Tagesablauf und gratuliertde den Geburtstagskindern. Besonders freuten wir uns außerdem über zwei Gäste in unserem Schneeleopardenteam. Nach der Teammeldung starteten wir mit einem Spiel. Philip erklärte eine besonders schwere Variante von Steh-Geh. Wer abgeschlagen wurde und stand, musste sich breitbeinig hinstellen und darauf warten, dass jemand anderes durch den Beinen durchkroch. Dann musste er kurz das Spielfeld verlassen, um fünf Liegestütze oder Kniebeuge zu machen. Erst dann durfte er wieder mitspielen. Friedrich und Adrian waren zuerst die Fänger, konnten zu zweit aber längst nicht schnell genug alle Ranger abschlagen. Also kam noch ein Fänger dazu. Irgendwann schafften sie es schließlich. Es gab noch einen zweiten durchgang, bei dem aber keine Leiter Fänger waren. Da es aber nun zu lange dauerte, wurde das Spiel abgebrochen und wir trafen uns wieder an der Flagge. Hier wurden wir anschließend in unseren Teams zu den
| Schon fast fertig! |
Nachdem wir fertig gegessen hatten, hatte Adrian eine Geschichte vorbereitet: Zum Bundescamp sind wir ja die Adligen. Was das bedeutet, wusste ich bis dahin noch gar nicht so genau, aber gemeinsam trugen wir einige Dinge zusammen. Die Adligen sind also reiche Leute. Sie haben Macht, wissen sehr viel und essen nur die besten Speisen. Jedenfalls begann so die Geschichte. Wir sind alle adlig und leben im alten Jerusalem, als plötzlich König Nebukadnezar aus Babylon angreift und unsere Stadt erobert. Wir alle werden gefangen und nach Babylon gebracht, wo man uns einsperrte. Dann wurden einige von uns ausgewählt, um am Hof des Königs ausgebildet zu werden. Das alles ist nach einer wahren Geschichte erzählt. Die kann man sogar in der Bibel nachlesen.
Der Stammtreff war jetzt schon fast zuende. Nur noch aufräumen und dann die Stammrunde. In der Stammrunde führten die Kakadus ihren Teamsong vor. Den fand ich richtig cool. Ich glaube, jetzt habe ich einen Ohrwurm. (Ka-Ka-Ka-Kaaa-Duuu-Du-Du!!!)
Es war noch ein bisschen Zeit, also spielten wir noch eine Runde Steh-Geh. Ich habe es tatsächlich geschafft, dass ich kein einziges mal abgeschlagen wurde! Das war echt cool. Um uns zu verabschieden, stellten wir uns in einer Reihe auf. Dann ging die ganze Reihe aneinander vorbei, sodass jeder jeden abklatschte. Ich glaub, das machen wir ab jetzt immer so.
Einige Ranger gingen noch nicht sofort nach Hause. Adrian wurde wieder von einem aus dem Fuchs-Team am Kicker herausgefordert. Danach war noch ein Ranger aus unserem Team da, der gerne nochmal durch den Prießnitztunnel laufen wollte. Auch das haben wir noch gemacht. Als dann schließlich alle weg waren, fing es an zu regnen. Wie schön, dass wir noch gutes Wetter genießen konnten!
Donnerstag, 20. März 2014
Stoff für unsere Bundescampkostüme
Vor einiger Zeit wurde in unserer Gemeinde angesagt, dass wir für unsere Bundescampkostüme Stoff, also z.B. alte Bettlaken suchen. Gestern schrieb Adrian unser Anliegen bei Facebook in eine Dresdenweite suche-biete-tausche-verschenke-Gruppe. Heute gab es dann auch schon einige Rückmeldungen und so war er nach der Arbeit noch eine ganze Weile unterwegs, um die Stoffe abzuholen. Zusätzlich zu dem, was wir bereits bekommen haben und was Adrian heute abgeholt hat, lagen auch noch mehrere Tüten voll Stoffe im Gemeindebüro! Jetzt ist unsere neue Teamkiste schon bis zum Rand mit Stoff gefüllt. Auch morgen wird noch einiges dazukommen! Zum Stammtreff am Samstag können wir dann schon anfangen, die Kostüme zu basteln.
| Der Stoff reicht, um jedem Ranger zwei Kostüme zu basteln! |
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