Hallo liebes Tagebuch,
die nächsten beiden Wochen werden wir seeeeeehr viel unterwegs sein.
In aller frühe sind Adrian und ich heute zu Mona gefahren. Dort konnten wir dann unser Gepäck stehen lassen, was wir für die nächsten Tage brauchen werden. Ich bin auch gleich da geblieben, damit ich mit Krümel spielen kann, während Adrian auf Arbeit war. Wir hatten viel Spaß. Adrian kehrte nachmittags von Arbeit zurück, war noch zu Hause um die letzten Sachen zu holen und klingelte schließlich. Wir nahmen nun alle Sachen und liefen zu viert zum Bahnhof. Hier wartete auch schon unsere Mitfahrgelegenheit nach Leipzig. Die Fahrt war ziemlich entspannt. Wir hatten zwar nicht viel Platz im Auto, kamen aber gut an. In Leipzig konnten im Auto schon einiges Gepäck verstauen. Morgen werden wir damit die zweite Etappe in Angriff nehmen.
Jetzt liefen wir aber zuerst einmal zu Adrians Omi. Sie freute sich sehr darüber, uns zu sehen und so verbrachten wir den Abend damit, Fotos aus der Sächsischen Schweiz anzugucken.
Freitag, 16. Mai 2014
Donnerstag, 15. Mai 2014
Sooooo viel Post!
Heute bin ich gleich morgens aus dem Haus gelaufen um das schöne Wetter für eine Wanderung durch den Prießnitzgrund zu nutzen. Als ich wieder nach Hause kam traute ich meinen Augen kaum. Waren das alles Pakete für Adrian, die sich da vor seiner Wohnungstür türmten? Ich sah nach. Tatsächlich. Auf jedem der Pakete stand sein Name. Zwei der Pakete fand ich besonders interessant, denn auf ihnen war ein Ranger-Emblem zu sehen. Was da wohl alles drin sein mochte? Heute war Donnerstag, aber Adrian hatte sein Sportzeug nicht mitgenommen, würde also nicht zuuuu spät kommen. Ich griff das Kundschafterhandbuch und setzte mich ganz oben auf den Paketstapel. Während ich las, lauschte ich immer wieder ins Treppenhaus. Schließlich hörte ich Stimmen. Es waren aber Kinderstimmen, also dauert es noch ein wenig, bis ich endlich in die Pakete reingucken darf. Inzwischen hatte ich bestimmt 10 Seiten gelesen, als ich hörte, wie die Haustür geöffnet wurde. Ich sprang von dem Paketstapel und schaute durch das Geländer nach unten. Tatsächlich, da war er! Gerade hatte er sein Fahrrad abgestellt und wurde von drei Jungs umringt, die ihn allerlei Sachen zu dem neuen Fahrrad fragten. Er ging dann mit den dreien nach unten, wo deren Eltern irgendwas vorbereiteten. Ich war etwas verärgert. Er soll endlich die Pakete öffnen! Schließlich kam er wieder hoch. Ich saß auf den Paketen und tat so, als ob ich ihn und die drei Jungs nicht bemerken würde. "Hey Flocke", hörte ich ihn freudig rufen, "was hast du denn da für nen Haufen Pakete für mich?". Er lachte. "Jaaaaaaa", antwortete ich, "Hättest du dir noch mehr Zeit gelassen, hätte ich die alle alleine aufgemacht!" "Na dann woll'n wir doch mal sehen. Hilfst du mir, das alles reinzutragen?" Die drei jungs, Adrian und ich nahmen die Pakete und trugen sie in unsere Wohnung. Manche Pakete waren ganz leicht, andere deutlich schwerer. Ich wollte erst das allergrößte Paket nehmen, bekam es aber gar nicht hoch. Schließlich half mir einer der Jungs und wir trugen es zu zweit nach drinnen. Währenddessen erklärte mir Adrian, weshalb es noch ein wenig länger gedauert hat als sonst: Er hat die Bundescamp-Anmeldung zu Jeremias gebracht und sie gleich ausgefüllt wieder mitgenommen. Okay, das ist ein sehr guter Grund.
Zuerst öffnete er einen von zwei großen Briefumschlägen. Da waren ganz viele bunte Zettel und kleinere Briefumschläge drin. Irgendwas mit Wahlen. Jetzt war das leichteste Paket dran. Hier kam ein Aktenordner zum Vorschein. "Dass ist von meiner neuen Versicherung", erklärte Adrian. Das kleinere, aber ziemlich schwere Paket enthielt die neuen Horizont-Hefte. Ich wollte gleich eins nehmen, aber Adrian meinte, dafür haben wir auch später noch Zeit. "Jetzt das gaaaaaanz große mit dem Rangeremblem drauf!", rief ich. Mit seinem Rangermesser schnitt er nun das Klebeband auf. Ich sprang auf sein Cajon um besser gucken zu können. "Wooooooooow! Das ist ja ein cooler Hut!", rief ich, als ich den großen, braunen Hut aus Wollfilz sah. "Darf ich den gleich mal aufsetzen?" "Nun warte mal noch einen Moment. Erstmal muss ich feststellen, ob er mir überhaupt passt, danach darfst du gerne.", antwortete er. Er passte wie angegossen. Mir war der Hut leider viel zu groß, sodass ich kaum sehen konnte, was Adrian nun noch alles aus der Kiste holte. Ich gab den Hut zurück und sah nun ein großes Rangermesser, ein Leiterhandbuch und einige Bronzelilien-Aufnäher. Adrian suchte noch etwas. "Fehlt da noch was?", fragte ich. "Ja... Hier müsste eigentlich noch eine Ranger-Gürtelschnalle drin sein." Jetzt nahm Adrian den Lieferschein und bemerkte enttäuscht: "Och schade, die haben sie wohl vergessen." Ein kleines Paket wurde nun als nächstes ausgepackt. "Hier ist nämlich der Gürtel, an den die Schnalle ran soll!", sagte Adrian und zeigte mir einen breiten Ledergürtel. Ich schaute mich um. Die Jungs waren schon weg. "Wo sind die denn hin?" Adrian antwortete: "Die sind vorhin gegangen, als du gerade die Horizont-Hefte bestaunt hast." Zwei Pakete waren noch übrig. Eins war ziemlich groß. "Das heben wir uns bis zum Schluss auf, erstmal das hier.", meinte Adrian. Zum Vorschein kam ein dickes Buck mit dem Titel "Black Out - Morgen ist es zu spät". Adrian erklärte, sein Chef habe ihm dieses Buch empfohlen und er wolle es gerne lesen. Jetzt noch das letzte, große Pake: Hier waren zwei Sachen drin. Eins war ein grüner Beutel. "Was ist das denn?", fragte ich. "Erinnerst du dich noch an das NKTT?", fragte er zurück. Ich bejahte. Adrian erklärte: "Wir haben unter einer grünen Zeltplane geschlafen. Genau die gleiche habe ich mir jetzt auch zugelegt, denn in einer Woche fahren wir ja schon aufs NTT, da brauchen wir die ganz bestimmt. Dann erinnerst du dich sicher auch noch, wie wir immer gekocht haben, stimmts?" Ich nickte. "Und hier haben wir einen Trangia. Schön beschichtet, damit nix anbrennt." Wooow. Das war ganz schön cool. "Jetzt sind wir komplett ausgerüstet?", wollte ich wissen. "Naja, die Gürtelschnalle und eine Juja fehlt mir noch", entgegntete Adrian, "Aber das wirst du schon bald sehen."
Die Fahrt zum NTT hatte Adrian inzwischen auch geklärt und so verbrachten wir den Rest des Tages damit, den Rucksack fürs NTT einzupacken. Gerade als wir fast schlafen gehen wollten, kam eine E-Mail, in der ein Link zu Fotos vom NKTT enthalten war. Die konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also guckten wir uns auch die noch an.
Jetzt ist es aber spät. Gute Nacht!
Zuerst öffnete er einen von zwei großen Briefumschlägen. Da waren ganz viele bunte Zettel und kleinere Briefumschläge drin. Irgendwas mit Wahlen. Jetzt war das leichteste Paket dran. Hier kam ein Aktenordner zum Vorschein. "Dass ist von meiner neuen Versicherung", erklärte Adrian. Das kleinere, aber ziemlich schwere Paket enthielt die neuen Horizont-Hefte. Ich wollte gleich eins nehmen, aber Adrian meinte, dafür haben wir auch später noch Zeit. "Jetzt das gaaaaaanz große mit dem Rangeremblem drauf!", rief ich. Mit seinem Rangermesser schnitt er nun das Klebeband auf. Ich sprang auf sein Cajon um besser gucken zu können. "Wooooooooow! Das ist ja ein cooler Hut!", rief ich, als ich den großen, braunen Hut aus Wollfilz sah. "Darf ich den gleich mal aufsetzen?" "Nun warte mal noch einen Moment. Erstmal muss ich feststellen, ob er mir überhaupt passt, danach darfst du gerne.", antwortete er. Er passte wie angegossen. Mir war der Hut leider viel zu groß, sodass ich kaum sehen konnte, was Adrian nun noch alles aus der Kiste holte. Ich gab den Hut zurück und sah nun ein großes Rangermesser, ein Leiterhandbuch und einige Bronzelilien-Aufnäher. Adrian suchte noch etwas. "Fehlt da noch was?", fragte ich. "Ja... Hier müsste eigentlich noch eine Ranger-Gürtelschnalle drin sein." Jetzt nahm Adrian den Lieferschein und bemerkte enttäuscht: "Och schade, die haben sie wohl vergessen." Ein kleines Paket wurde nun als nächstes ausgepackt. "Hier ist nämlich der Gürtel, an den die Schnalle ran soll!", sagte Adrian und zeigte mir einen breiten Ledergürtel. Ich schaute mich um. Die Jungs waren schon weg. "Wo sind die denn hin?" Adrian antwortete: "Die sind vorhin gegangen, als du gerade die Horizont-Hefte bestaunt hast." Zwei Pakete waren noch übrig. Eins war ziemlich groß. "Das heben wir uns bis zum Schluss auf, erstmal das hier.", meinte Adrian. Zum Vorschein kam ein dickes Buck mit dem Titel "Black Out - Morgen ist es zu spät". Adrian erklärte, sein Chef habe ihm dieses Buch empfohlen und er wolle es gerne lesen. Jetzt noch das letzte, große Pake: Hier waren zwei Sachen drin. Eins war ein grüner Beutel. "Was ist das denn?", fragte ich. "Erinnerst du dich noch an das NKTT?", fragte er zurück. Ich bejahte. Adrian erklärte: "Wir haben unter einer grünen Zeltplane geschlafen. Genau die gleiche habe ich mir jetzt auch zugelegt, denn in einer Woche fahren wir ja schon aufs NTT, da brauchen wir die ganz bestimmt. Dann erinnerst du dich sicher auch noch, wie wir immer gekocht haben, stimmts?" Ich nickte. "Und hier haben wir einen Trangia. Schön beschichtet, damit nix anbrennt." Wooow. Das war ganz schön cool. "Jetzt sind wir komplett ausgerüstet?", wollte ich wissen. "Naja, die Gürtelschnalle und eine Juja fehlt mir noch", entgegntete Adrian, "Aber das wirst du schon bald sehen."
Die Fahrt zum NTT hatte Adrian inzwischen auch geklärt und so verbrachten wir den Rest des Tages damit, den Rucksack fürs NTT einzupacken. Gerade als wir fast schlafen gehen wollten, kam eine E-Mail, in der ein Link zu Fotos vom NKTT enthalten war. Die konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also guckten wir uns auch die noch an.
Jetzt ist es aber spät. Gute Nacht!
Mittwoch, 14. Mai 2014
Kuchen und BuCa-Fahrkarten
Heute war wieder ein sehr schöner Tag. Ich durfte mit Adrian nach Meißen. Als er Feierabend gemacht hat, zog er seine Kluft an und wir machten uns gemeinsam auf den Weg nach Dresden. Am Bahnhof Neustadt trafen wir Mona, ebenfalls in Kluft. Zu dritt gingen wir nun in das Reisezentrum und fragten nach, wie das mit der Reiseverbindung aussieht. Der Preis war der gleiche, den wir gestern schon gefunden hatten und auch Ermäßigungen gibt es keine. Wir erhielten einen Ausdruck mit dem Preisangebot und liefen zu Monas Wohnung. Schon vor ihrer Wohnungstür roch ich etwas seeeeehr leckeres. Hmmmmmm! Mona hatte gebacken! Jaaaa! Das war eindeutig frisch gebackener Kuchen! Lecker! Ich sprang freudig aufgeregt auf und ab und drückte mich gleich als erstes durch die halboffene Tür. Kurz darauf saßen wir am Tisch und schmatzten Kuchen.
Für den Abend hatten Mona und Adrian noch geplant, geocachen zu gehen. Sie speicherten einige Koordinaten in das GPS-Gerät und wir machten uns auf den Weg. Einige Caches fanden wir sofort, andere gar nicht. Naja... Nicht so schlimm.
Eine andere gute Neuigkeit von heute: Jeremias will auf das Bundescamp mitkommen! Yeah! Der ist echt cool und ich freu mich riesig, dass er in unserem Schneeleopardenteam mitmachen wird.
Für den Abend hatten Mona und Adrian noch geplant, geocachen zu gehen. Sie speicherten einige Koordinaten in das GPS-Gerät und wir machten uns auf den Weg. Einige Caches fanden wir sofort, andere gar nicht. Naja... Nicht so schlimm.
Eine andere gute Neuigkeit von heute: Jeremias will auf das Bundescamp mitkommen! Yeah! Der ist echt cool und ich freu mich riesig, dass er in unserem Schneeleopardenteam mitmachen wird.
Dienstag, 13. Mai 2014
Schwarzware wieder trocken
Hallo liebes Tagebuch,
Mein Höhepunkt heute war, dass ich Mona und Adrian helfen durfte, die schwarzen Zeltplanen zusammenzulegen. Nach der Stammfahrt waren sie noch ziemlich nass und wurden deshalb vor zwei Tagen in den Kinderräumen zum trocknen ausgelegt.
Später haben wir noch Fahrpreise für die Fahrt zum Bundescamp rausgesucht. Puh... Das ist ganz schön teuer.
Mein Höhepunkt heute war, dass ich Mona und Adrian helfen durfte, die schwarzen Zeltplanen zusammenzulegen. Nach der Stammfahrt waren sie noch ziemlich nass und wurden deshalb vor zwei Tagen in den Kinderräumen zum trocknen ausgelegt.
Später haben wir noch Fahrpreise für die Fahrt zum Bundescamp rausgesucht. Puh... Das ist ganz schön teuer.
Sonntag, 11. Mai 2014
Zwei frische Ranger!
In der letzten Nacht hat es in Strömen geregnet und ich bin öfters aufgewacht, obwohl ich mich zu einem Jungen aus unserem Team in den Schlafsack gekuschelt hatte. Es tropfte sogar ein bisschen durch die Mitte des Jurtendaches.
Um 7 Uhr ertönte ziemlich laut Adrians Handywecker. Die meisten Jungs und ich waren zwar eh schon wach, aber nun wurden auch die letzten Schläfer geweckt. Bis zum Frühstück hatten wir eine Stunde Zeit, um unser Gepäck zusammenzuräumen. Dabei versuchten wir alle, schneller zu sein, als Adrian. Tatsächlich war das Zelt in weniger als 20 Minuten komplett aufgeräumt. So halfen wir noch bei der Frühstücksvorbereitung. Von gestern waren leider nur noch drei Brötchen übrig, deshalb gab es hauptsächlich Brot. Glücklicherweise entdeckte ich noch eine Packung Schokomüsli.
Nach dem Frühstück stellten wir uns vor einer Kohte zum Gruppenfoto auf.
Wir hatten nun nur noch zwei Stunden, bis wir loslaufen mussten. In diesen beiden Stunden wuschen wir das Geschirr ab, bauten die Zelte ab, zersägten die Holzstangen in Stücken, die ins Auto passten und beluden das Auto. Anschließend stellten wir uns alle nebeneinander in eine lange Reihe und schritten einmal komplett über den Campplatz um allen Müll aufzuheben, den wir entdecken konnten. Das nennen wir Ranger-rechen. Wir hatten Glück, dass die Leute, denen der Platz gehört, ihre Toiletten selbst reinigen wollten. So konnten mehr Ranger beim Abbau helfen.
Als alles fertig war, stellten wir uns zur Camprunde auf und setzten uns schließlich in Bewegung zum Bahnhof. Gemeinsam mit Adrian und einem Jungen aus unserem Team, der noch nicht seine Aufnahmeprüfung gemacht hat, liefen wir munter auf dem Weg entlang. Ich fragte ihn, ob er denn keine Lust hätte, die Aufnahmeprüfung zu machen, aber er entgegnete: "Nein, das schaffe ich doch sowieso nicht!" Adrian und ich ermutigten ihn, es wenigstens zu versuchen und so lernten wir während der Wanderung nach und nach alle Zacken unseres Emblems, die Goldene Regel und das Royal Ranger Versprechen. Auf halbem Wege konnte er schließlich alles und legte sehr sicher die Prüfung ab. Mitten auf der Wanderung. Jetzt war er nicht mehr zu bremsen. Begeistert von dem Erfolg der bestandenen Prüfung wollte er auch unbedingt die Werkzeug- und die Messerprüfung bestehen. Tatsächlich konnte er alles erklären und so verkündete Adrian bei der Mittagspause den Erfolg. Wir stellten uns in einem Kreis auf und er leitete alle im RoyalRanger-Versprechen an. Adrian gratulierte ihm und nun darf auch er ein blau-gelbes Halstuch tragen. Ebenfalls während der Mittagspause gab es nun die Auswertung der Camp-Olympiade. Adrian machte es ziemlich spannend und am Ende gab es die Überraschung: Beide Teams waren gleich gut - ein Unentschieden! Uns wurde gratuliert und die Preise für den ersten und zweiten Platz (Zwei Tafeln Schokolade) wurden nun verteilt.
Zum Bahnhof waren es jetzt nur noch 20 oder 25 min Fußweg. Adrian und ich liefen nun mit einem anderen Jungen aus unserem Team zusammen. Auch er hat noch kein blau-gelbes Halstuch. Adrian fragte ihn deshalb, ob er denn schon ein paar Zacken kennt. Er konnte nur zwei oder drei davon aufsagen. Adrian machte ihm Mut, indem er sagte: "Es haben schon zwei Ranger auf dieser Stammfahrt ihre Aufnahmeprüfung geschafft und dein Vater hat mir gesagt, du bist so schlau, dass du dir das alles in 10 Minuten merken könntest." Der Junge, der gerade eben seine Prüfung geschafft hatte, ermutigte ihn auch und sagte, es sei eigentlich ganz einfach. Wir wiederholten einige Male die Bedeutungen der Zacken, sagten die Goldene Regel auf und wo sie steht. Als wir ihm das RoyalRanger Versprechen vorsagen wollten, verblüffte er uns, als er es völlig frei aufsagen konnte. Wooooow! Das ist ja schon fast die Hälfte der gesamten Aufnahmeprüfung! Wir übten noch die Zacken ein wenig und kurz vor dem Bahnhof stellten wir fest, dass sein Vater recht hatte: Er konnte tatsächlich alles!
Wir erreichten nun den Bahnhof und sahen den Zug schon zur Abfahrt bereit stehen. jetzt beeilten wir uns sehr, noch einzusteigen. Es klappte alles super und so stellten wir uns im Zug erneut im Kreis auf, um auch die Aufnahmeprüfung des Jungen abzuschließen. Während wir losfuhren, leitete er uns im Fahrradabteil stehend im RoyalRanger Versprechen an.
Zurück in Dresden erwarteten uns schon einige Eltern im Bahnhof. Der Junge, der auf der Wanderung zuerst seine Aufnahmeprüfung geschafft hatte, verkündete freudestrahlend seiner Mutter den Erfolg und fragte sie, ob er nicht doch mit aufs Bundescamp kommen könnte. Sie hat nichts dagegen, also sind wir jetzt schon 20 Ranger aus unserem Stamm! Wir verabschiedeten uns voneinander und die Eltern von zwei Jungs aus unserem Stamm fuhren Adrian und mich mit ihrem Auto sogar bis nach Hause. Sie erzählten uns, dass sie in Berlin gewesen sind und in einem RitterSport-Laden goldene RitterSport-Tafeln gekauft haben. Adrian und die beiden Jungs bekamen jeweils eine Tafel ausgeteilt und so waren wir auch schon zu Hause. Wir gingen gleich in die Kinderräume gucken, ob die Zeltplanen schon zum trocknen ausgelegt sind. Tatsächlich waren nicht nur die Zeltplanen, sondern auch alle anderen Planen überall zum trocknen ausgelegt und aufgehangen. Es roch zwar auch entsprechend, aber das ist schon okay so.
Irgendwie war ich jetzt ziemlich müde. Adrian telefonierte noch mit Mona. Seine Isomatte war versehentlich bei ihr gelandet und er wollte eh noch sein neues Fahrrad ausprobieren. Ich wollte mich lieber ausruhen und die Ereignisse der letzten Tage aufschreiben. Als er weg war, entdeckte ich einen Brief auf seinem Schreibtisch. Der muss angekommen sein, als ich am Freitag bei Mona war. Davon hat er mir noch gar nichts erzählt! Hier liegt die Teilnahmebestätigung für das Workshop-Wochenende vom 30. auf den 31. Mai! Yay! Da freu ich mich ja schon seit langem drauf!
Nach einigen Stunden kamen er und Mona wieder zurück. Sie waren ein bisschen nass. Als ich wissen wollte, wo sie so lange waren, erzählten sie mir, dass sie eine Radtour bis nach Heidenau und zurück gemacht hatten. Das sind insgesamt über 35Km! Auf dem Weg haben sie noch Eis gegessen und ihre Mütter angerufen, um zum Muttertag zu gratulieren. "Oh!", dachte ich, "Ist der etwa heute?" Leider hat meine Mama kein Handy, sonst würde ich sie auch gleich anrufen. Menno... Hätte ich das gewusst, wäre ich nochmal zum Zoo gelaufen. Dann wäre ich aber bestimmt auch nass geworden.
Jetzt bereiteten wir jedenfalls leckere Karlsbader zu und ließen sie uns wenig später schmecken.
Adrian brachte Mona dann noch nach Hause, doch ich warte jetzt nicht, wann er zurück kommt, denn ich bin echt müde. Gute Nacht!
Um 7 Uhr ertönte ziemlich laut Adrians Handywecker. Die meisten Jungs und ich waren zwar eh schon wach, aber nun wurden auch die letzten Schläfer geweckt. Bis zum Frühstück hatten wir eine Stunde Zeit, um unser Gepäck zusammenzuräumen. Dabei versuchten wir alle, schneller zu sein, als Adrian. Tatsächlich war das Zelt in weniger als 20 Minuten komplett aufgeräumt. So halfen wir noch bei der Frühstücksvorbereitung. Von gestern waren leider nur noch drei Brötchen übrig, deshalb gab es hauptsächlich Brot. Glücklicherweise entdeckte ich noch eine Packung Schokomüsli.
Nach dem Frühstück stellten wir uns vor einer Kohte zum Gruppenfoto auf.
Wir hatten nun nur noch zwei Stunden, bis wir loslaufen mussten. In diesen beiden Stunden wuschen wir das Geschirr ab, bauten die Zelte ab, zersägten die Holzstangen in Stücken, die ins Auto passten und beluden das Auto. Anschließend stellten wir uns alle nebeneinander in eine lange Reihe und schritten einmal komplett über den Campplatz um allen Müll aufzuheben, den wir entdecken konnten. Das nennen wir Ranger-rechen. Wir hatten Glück, dass die Leute, denen der Platz gehört, ihre Toiletten selbst reinigen wollten. So konnten mehr Ranger beim Abbau helfen.
Als alles fertig war, stellten wir uns zur Camprunde auf und setzten uns schließlich in Bewegung zum Bahnhof. Gemeinsam mit Adrian und einem Jungen aus unserem Team, der noch nicht seine Aufnahmeprüfung gemacht hat, liefen wir munter auf dem Weg entlang. Ich fragte ihn, ob er denn keine Lust hätte, die Aufnahmeprüfung zu machen, aber er entgegnete: "Nein, das schaffe ich doch sowieso nicht!" Adrian und ich ermutigten ihn, es wenigstens zu versuchen und so lernten wir während der Wanderung nach und nach alle Zacken unseres Emblems, die Goldene Regel und das Royal Ranger Versprechen. Auf halbem Wege konnte er schließlich alles und legte sehr sicher die Prüfung ab. Mitten auf der Wanderung. Jetzt war er nicht mehr zu bremsen. Begeistert von dem Erfolg der bestandenen Prüfung wollte er auch unbedingt die Werkzeug- und die Messerprüfung bestehen. Tatsächlich konnte er alles erklären und so verkündete Adrian bei der Mittagspause den Erfolg. Wir stellten uns in einem Kreis auf und er leitete alle im RoyalRanger-Versprechen an. Adrian gratulierte ihm und nun darf auch er ein blau-gelbes Halstuch tragen. Ebenfalls während der Mittagspause gab es nun die Auswertung der Camp-Olympiade. Adrian machte es ziemlich spannend und am Ende gab es die Überraschung: Beide Teams waren gleich gut - ein Unentschieden! Uns wurde gratuliert und die Preise für den ersten und zweiten Platz (Zwei Tafeln Schokolade) wurden nun verteilt.
Zum Bahnhof waren es jetzt nur noch 20 oder 25 min Fußweg. Adrian und ich liefen nun mit einem anderen Jungen aus unserem Team zusammen. Auch er hat noch kein blau-gelbes Halstuch. Adrian fragte ihn deshalb, ob er denn schon ein paar Zacken kennt. Er konnte nur zwei oder drei davon aufsagen. Adrian machte ihm Mut, indem er sagte: "Es haben schon zwei Ranger auf dieser Stammfahrt ihre Aufnahmeprüfung geschafft und dein Vater hat mir gesagt, du bist so schlau, dass du dir das alles in 10 Minuten merken könntest." Der Junge, der gerade eben seine Prüfung geschafft hatte, ermutigte ihn auch und sagte, es sei eigentlich ganz einfach. Wir wiederholten einige Male die Bedeutungen der Zacken, sagten die Goldene Regel auf und wo sie steht. Als wir ihm das RoyalRanger Versprechen vorsagen wollten, verblüffte er uns, als er es völlig frei aufsagen konnte. Wooooow! Das ist ja schon fast die Hälfte der gesamten Aufnahmeprüfung! Wir übten noch die Zacken ein wenig und kurz vor dem Bahnhof stellten wir fest, dass sein Vater recht hatte: Er konnte tatsächlich alles!
Wir erreichten nun den Bahnhof und sahen den Zug schon zur Abfahrt bereit stehen. jetzt beeilten wir uns sehr, noch einzusteigen. Es klappte alles super und so stellten wir uns im Zug erneut im Kreis auf, um auch die Aufnahmeprüfung des Jungen abzuschließen. Während wir losfuhren, leitete er uns im Fahrradabteil stehend im RoyalRanger Versprechen an.
Zurück in Dresden erwarteten uns schon einige Eltern im Bahnhof. Der Junge, der auf der Wanderung zuerst seine Aufnahmeprüfung geschafft hatte, verkündete freudestrahlend seiner Mutter den Erfolg und fragte sie, ob er nicht doch mit aufs Bundescamp kommen könnte. Sie hat nichts dagegen, also sind wir jetzt schon 20 Ranger aus unserem Stamm! Wir verabschiedeten uns voneinander und die Eltern von zwei Jungs aus unserem Stamm fuhren Adrian und mich mit ihrem Auto sogar bis nach Hause. Sie erzählten uns, dass sie in Berlin gewesen sind und in einem RitterSport-Laden goldene RitterSport-Tafeln gekauft haben. Adrian und die beiden Jungs bekamen jeweils eine Tafel ausgeteilt und so waren wir auch schon zu Hause. Wir gingen gleich in die Kinderräume gucken, ob die Zeltplanen schon zum trocknen ausgelegt sind. Tatsächlich waren nicht nur die Zeltplanen, sondern auch alle anderen Planen überall zum trocknen ausgelegt und aufgehangen. Es roch zwar auch entsprechend, aber das ist schon okay so.
Irgendwie war ich jetzt ziemlich müde. Adrian telefonierte noch mit Mona. Seine Isomatte war versehentlich bei ihr gelandet und er wollte eh noch sein neues Fahrrad ausprobieren. Ich wollte mich lieber ausruhen und die Ereignisse der letzten Tage aufschreiben. Als er weg war, entdeckte ich einen Brief auf seinem Schreibtisch. Der muss angekommen sein, als ich am Freitag bei Mona war. Davon hat er mir noch gar nichts erzählt! Hier liegt die Teilnahmebestätigung für das Workshop-Wochenende vom 30. auf den 31. Mai! Yay! Da freu ich mich ja schon seit langem drauf!
Nach einigen Stunden kamen er und Mona wieder zurück. Sie waren ein bisschen nass. Als ich wissen wollte, wo sie so lange waren, erzählten sie mir, dass sie eine Radtour bis nach Heidenau und zurück gemacht hatten. Das sind insgesamt über 35Km! Auf dem Weg haben sie noch Eis gegessen und ihre Mütter angerufen, um zum Muttertag zu gratulieren. "Oh!", dachte ich, "Ist der etwa heute?" Leider hat meine Mama kein Handy, sonst würde ich sie auch gleich anrufen. Menno... Hätte ich das gewusst, wäre ich nochmal zum Zoo gelaufen. Dann wäre ich aber bestimmt auch nass geworden.
Jetzt bereiteten wir jedenfalls leckere Karlsbader zu und ließen sie uns wenig später schmecken.
Adrian brachte Mona dann noch nach Hause, doch ich warte jetzt nicht, wann er zurück kommt, denn ich bin echt müde. Gute Nacht!
Samstag, 10. Mai 2014
Workshops, Campolympiade und eine frische Rangerin
In der letzten Nacht bin ich einmal ganz kurz aufgewacht. Es muss geregnet haben, die Tropfen auf dem Zeltdach waren jedenfalls ziemlich laut. Gestern Abend hatte Adrian uns gesagt, dass wir bis 8 Uhr leise sein sollten, auch wenn wir schon wach waren. Etwa 7 Uhr bemerkte ich, dass alle Jungs bereits wach waren. Wir erzählten uns ganz leise ein paar Geschichten. Kurz vor halb acht weckten wir dann Adrian. Er meinte gestern auch, dass er 7:30 Uhr zum Bäcker gehen würde und alle, die bis dahin wach sind mitdürften. So gingen wir als gesamtes Team mit Adrian und auch Jeremias zum Bäcker. Der Weg war ziemlich weit, aber so wurde manchen Jungs auch wieder warm, die nachts etwas gefroren hatten. Beim Bäcker holten wir dann 20 Doppelbrötchen ab und kehrten um zu unserem Camp. In der zwischenzeit hatten die anderen Teams schon das Frühstück vorbereitet, sodass wir sofort beginnen konnten.
Es schmeckte sehr gut. Die Brötchen waren wirklich frisch und auch das Schokomüsli schmeckte mir und den anderen Rangern sehr. Anders als sonst wurde diesmal nicht direkt nach dem Frühstück abgewaschen, sondern wir versammelten uns erst zur Camprunde. Wie üblich sangen wir und hörten wieder etwas über Zinzendorf. Karl, Michi und Jeremias verabschiedeten sich nach der Camprunde, denn sie mussten im Wald etwas für die Campolympiade vorbereiten, die heute Nachmittag stattfinden sollte. Bis dahin hatten wir Freizeit, konnten aber auch zu verschiedenen Workshops gehen, die von Mona, Liesbeth, Friedrich und Adrian angeboten wurden. Es wurde gesagt, jeder soll am besten zwei Workshops mitmachen. Bei Friedrich konnte man schnitzen, Liesbeth baute kleine Sitzbänke aus Holz, Mona stellte Knöpfe aus Holzscheiben her und bei Adrian gab es einen Naturkunde-Workshop. Wie alle anderen Ranger wollte ich natürlich zuerst bei Friedrich schnitzen üben. Ich schaute mich um und sah, dass auch bei den anderen Workshops einige Ranger saßen. Adrian hatte es sich in einiger Entfernung auf einem Hügel aus gemähtem Gras bequem gemacht und erklärte bestimmt gerade den zwei Rangern, was man in der Natur alles lernen kann. Hm... Naturkunde finde ich nicht so spannend, da gehe ich erst ganz zum Schluss hin. Nach einiger Zeit war wohl Adrians Workshop beendet und die beiden Ranger kamen zurück zum Campplatz. Sie erzählten, es sei ziemlich cool gewesen und deshalb ging ich danach auch dort hin. Ich fand es tatsächlich viel interessanter, als ich geglaubt hatte.
Als schließlich begonnen wurde, das Mittag vorzubereiten, standen um die Feuerstelle zwei stabile Bänke und viele hatten etwas Geschnitztes in ihren Händen. Leider gab es nur eine einzige Feile in der Werkzeugkiste, deshalb war das mit dem Knöpfe herstellen micht so richtig möglich. Trotzdem haben sich alle Ranger sehr über die Workshops gefreut.
Pünktlich zum Mittag kehrten Karl, Michi und Jeremias aus dem Wald zurück. Sie waren also fertig. Ich freute mich schon sehr auf die Dinge, die sie gebaut haben würden, deshalb beeilte ich mich, schnell mit dem Essen fertig zu werden, damit wir keine Zeit verlieren.
Endlich setzten wir uns in Bewegung! Es dauerte nicht sehr lange bis wir am Wald ankamen. Man konnte bereits eine Schaukel sehen und auch die Seilbahn machte schon von weitem einen sehr guten Eindruck. Etwas weiter rechts waren noch vier Seile gespannt, bei denen ich aber noch keine Idee hatte, wozu die dienen sollten. Zu Beginn wurden wir der Reihe nach aufgestellt und mussten abzählen. Nun hatten wir zwei Teams, aber Adrian bestimmte noch zwei Ranger, die die Teams tauschen sollten. Wir bekamen noch die Regeln erklärt und machten uns dann daran, die verschiedenen Stationen zu meistern.
Bei der Seilbahn musste man einen Klettergurt anziehen und wurde dann bis an den Anfang gezogen. Dort konnte man sich ausklinken und sauste dann die Seilbahn entlang. Die Aufgabe war hierbei, mit einem Stock einen Baum zu treffen der ein kleines Stück neben der Seilbahn stand. Nachdem mein Team mit dieser Aufgabe fertig war, liefen wir zur Schaukel-Station. Hier mussten wir schaukeln und schließlich abspringen. Die Sprungweiten wurden danach zusammengezählt. An der nächsten Station mussten wir uns hintereinander aufstellen und mit kleinen Plastebechern Wasser zwischen den Beinen nach hinten durchgeben. Wenn der Messbecher hinten gefüllt war, wurde die Zeit gestoppt und aufgeschrieben. An Adrians Station - das war die mit den vier Seilen - erklärte er uns, dass das zwei Seilbrücken seien, die wir überqueren mussten. Ach sooooo... Na klar. Von einem Baum zum nächsten Baum war ein Seil unten und eins oben gespannt und dann von dem Baum nochmal zu einem Dritten. Das hätte mir doch eigentlich gleich auffallen müssen. Die folgende Station wurde von Friedrich betreut. Hier war zwischen zwei Bäumen ein Netz aus weißem Faden aufgespannt. Es hatte genau so viele Löcher wie wir Personen im Team waren. Die Aufgabe war, mit allen Personen im Team durchzukommen, ohne das Netz zu berühren. Für jede Person gab es dann einen Punkt. Ach ja... Kein Loch durfte zwei mal benutzt werden. Wir blieben gleich bei Friedrich, denn an seiner zweiten Station hatten wir 10 Minuten Zeit, um aus kurzen Holzstücken und weißer Schnur gemeinsam einen möglichst hohen Turm zu bauen. Bei Jeremias waren wir zuletzt. An seiner Station mussten wir nacheinander eine kurze Holzstange nehmen, senkrecht vor uns halten, daran hochgucken, uns zehn mal drehen und danach versuchen, einen Ball in eine Kiste zu werfen, die direkt vor uns stand. Das war total schwierig und ich bin nach sieben Umdrehungen einfach umgefallen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und einige aus unserem Team schafften es sogar. Zwischendurch bekam jedes Team eine Tüte Kekse zur Stärkung. Besonders schön war aber, dass das Wetter so gut war. Obwohl sogar Regen angesagt war, schine die Sonne und es war warm und trocken. Die Olympiade war schließlich beendet und während Jeremias, Karl und Michi noch abbauten, lief ich mit allen anderen schon zurück zum Campplatz.
Bis zum Abendbrot war noch Freizeit, doch Langeweile kam nicht auf. Kurz nachdem wir alle wieder bei unseren Zelten waren, erblickten wir an der Einfahrt zu dem Feldweg ein schwarzes Auto mit einem Mädchen aus dem Kakadu-Team. Adrian schlug vor, dass wir uns alle nebeneinander an den Weg stellen sollten, um sie mit einer Laola-Welle zu begrüßen. Das funktionierte super und sie war echt glücklich, angekommen zu sein.
Wenig später sah ich, wie ein anderes Mädchen aus dem Kakadu-Team zu Adrian ging. Sie wollte ihre Aufnahmeprüfung ablegen und kam wenige Minuten später freudestrahlend zurück. Sie hatte es geschafft und würde zur nächsten Camprunde ihr neues Halstuch verliehen bekommen! Jetzt wollte sie auch unbedingt noch ihre Werkzeugprüfung ablegen. Adrian nahm sich sein Cajon, setzte sich in den Hackbereich und ließ sich von ihr alles mögliche übers Holz hacken erklären. Schließlich sollte sie es ihm kurz vorführen. Dazu musste Adrian aufstehen und bemerkte dabei plötzlich, dass er an der Absperrleine des Hackbereiches festgebunden war! Ein Junge aus unserem Team hatte heimlich eine Gürtelschlaufe an die Absperrung geknotet. Wir freuten uns alle sehr über den gelungenen Streich und auch Adrian lachte darüber. Das hat vorher noch niemand bei ihm geschafft!
Leider fing es an, leicht zu regnen, als wir gerade Nudeln für das Abendessen kochten, doch nach 20 Minuten war auch dieser kleine Schauer überstanden. Wie erwartet schmeckten die Nudeln köstlich. Abgewaschen wurde diesmal wieder sofort und dann war es auch schon wieder Zeit für die Camprunde mit Gesang, Geschichte und Aufnahmeprüfung. Nach der Geschichte sollten alle ihre Augen schließen. Dann fragte Liesbeth, wer denn so wie Zinzendorf mit Jesus leben will. Später erfuhr ich, dass sich zwei Ranger gemeldet haben. Das ist total cool!
Bevor wir ins Bett mussten, putzten wir noch unsere Zähne. Im Zelt hatten wir dann noch etwas Zeit, um uns Witze zu erzählen. Dabei mussten wir oft so sehr lachen, dass Adrian - der noch mit den anderen Leitern draußen saß - mehrfach zur Ruhe mahnte. Schließlich schliefen wir ein.
Es schmeckte sehr gut. Die Brötchen waren wirklich frisch und auch das Schokomüsli schmeckte mir und den anderen Rangern sehr. Anders als sonst wurde diesmal nicht direkt nach dem Frühstück abgewaschen, sondern wir versammelten uns erst zur Camprunde. Wie üblich sangen wir und hörten wieder etwas über Zinzendorf. Karl, Michi und Jeremias verabschiedeten sich nach der Camprunde, denn sie mussten im Wald etwas für die Campolympiade vorbereiten, die heute Nachmittag stattfinden sollte. Bis dahin hatten wir Freizeit, konnten aber auch zu verschiedenen Workshops gehen, die von Mona, Liesbeth, Friedrich und Adrian angeboten wurden. Es wurde gesagt, jeder soll am besten zwei Workshops mitmachen. Bei Friedrich konnte man schnitzen, Liesbeth baute kleine Sitzbänke aus Holz, Mona stellte Knöpfe aus Holzscheiben her und bei Adrian gab es einen Naturkunde-Workshop. Wie alle anderen Ranger wollte ich natürlich zuerst bei Friedrich schnitzen üben. Ich schaute mich um und sah, dass auch bei den anderen Workshops einige Ranger saßen. Adrian hatte es sich in einiger Entfernung auf einem Hügel aus gemähtem Gras bequem gemacht und erklärte bestimmt gerade den zwei Rangern, was man in der Natur alles lernen kann. Hm... Naturkunde finde ich nicht so spannend, da gehe ich erst ganz zum Schluss hin. Nach einiger Zeit war wohl Adrians Workshop beendet und die beiden Ranger kamen zurück zum Campplatz. Sie erzählten, es sei ziemlich cool gewesen und deshalb ging ich danach auch dort hin. Ich fand es tatsächlich viel interessanter, als ich geglaubt hatte.
Als schließlich begonnen wurde, das Mittag vorzubereiten, standen um die Feuerstelle zwei stabile Bänke und viele hatten etwas Geschnitztes in ihren Händen. Leider gab es nur eine einzige Feile in der Werkzeugkiste, deshalb war das mit dem Knöpfe herstellen micht so richtig möglich. Trotzdem haben sich alle Ranger sehr über die Workshops gefreut.
Pünktlich zum Mittag kehrten Karl, Michi und Jeremias aus dem Wald zurück. Sie waren also fertig. Ich freute mich schon sehr auf die Dinge, die sie gebaut haben würden, deshalb beeilte ich mich, schnell mit dem Essen fertig zu werden, damit wir keine Zeit verlieren.
Endlich setzten wir uns in Bewegung! Es dauerte nicht sehr lange bis wir am Wald ankamen. Man konnte bereits eine Schaukel sehen und auch die Seilbahn machte schon von weitem einen sehr guten Eindruck. Etwas weiter rechts waren noch vier Seile gespannt, bei denen ich aber noch keine Idee hatte, wozu die dienen sollten. Zu Beginn wurden wir der Reihe nach aufgestellt und mussten abzählen. Nun hatten wir zwei Teams, aber Adrian bestimmte noch zwei Ranger, die die Teams tauschen sollten. Wir bekamen noch die Regeln erklärt und machten uns dann daran, die verschiedenen Stationen zu meistern.
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| Dieser Wurf hat getroffen! |
Bis zum Abendbrot war noch Freizeit, doch Langeweile kam nicht auf. Kurz nachdem wir alle wieder bei unseren Zelten waren, erblickten wir an der Einfahrt zu dem Feldweg ein schwarzes Auto mit einem Mädchen aus dem Kakadu-Team. Adrian schlug vor, dass wir uns alle nebeneinander an den Weg stellen sollten, um sie mit einer Laola-Welle zu begrüßen. Das funktionierte super und sie war echt glücklich, angekommen zu sein.
Wenig später sah ich, wie ein anderes Mädchen aus dem Kakadu-Team zu Adrian ging. Sie wollte ihre Aufnahmeprüfung ablegen und kam wenige Minuten später freudestrahlend zurück. Sie hatte es geschafft und würde zur nächsten Camprunde ihr neues Halstuch verliehen bekommen! Jetzt wollte sie auch unbedingt noch ihre Werkzeugprüfung ablegen. Adrian nahm sich sein Cajon, setzte sich in den Hackbereich und ließ sich von ihr alles mögliche übers Holz hacken erklären. Schließlich sollte sie es ihm kurz vorführen. Dazu musste Adrian aufstehen und bemerkte dabei plötzlich, dass er an der Absperrleine des Hackbereiches festgebunden war! Ein Junge aus unserem Team hatte heimlich eine Gürtelschlaufe an die Absperrung geknotet. Wir freuten uns alle sehr über den gelungenen Streich und auch Adrian lachte darüber. Das hat vorher noch niemand bei ihm geschafft!
Leider fing es an, leicht zu regnen, als wir gerade Nudeln für das Abendessen kochten, doch nach 20 Minuten war auch dieser kleine Schauer überstanden. Wie erwartet schmeckten die Nudeln köstlich. Abgewaschen wurde diesmal wieder sofort und dann war es auch schon wieder Zeit für die Camprunde mit Gesang, Geschichte und Aufnahmeprüfung. Nach der Geschichte sollten alle ihre Augen schließen. Dann fragte Liesbeth, wer denn so wie Zinzendorf mit Jesus leben will. Später erfuhr ich, dass sich zwei Ranger gemeldet haben. Das ist total cool!
Bevor wir ins Bett mussten, putzten wir noch unsere Zähne. Im Zelt hatten wir dann noch etwas Zeit, um uns Witze zu erzählen. Dabei mussten wir oft so sehr lachen, dass Adrian - der noch mit den anderen Leitern draußen saß - mehrfach zur Ruhe mahnte. Schließlich schliefen wir ein.
Freitag, 9. Mai 2014
Auf zur Stammfahrt!
Heute bin ich mal wieder bei Mona aufgewacht. Zuerst schaute ich mich nach meinem Kumpel Krümel um. Ich sah ihn nirgends, hörte ihn aber leise schnarchen. Er lag unterm Bett und hatte alle vier Beine von sich gestreckt. Das sah irgendwie lustig aus. Ich stupste ihn an. "Hey Krümel! Heute fahren wir auf Stammfahrt!" Er guckte mich ganz verschlafen an und murmelte irgendwas unverständliches. "Komm, lass uns was spielen!", schlug ich vor. Während Mona ihre Sachen packte, spielten wir verstecken.
Die Zeit verging wie im Fluge und schließlich klingelte Karl an der Tür. Er hatte schon mit Adrian das große Gemeindeauto beladen und nun fehlte nur noch die Verpflegung, die hier bei Mona, Krümel und mir lag. Wir räumten alles ein und ich sprang mit den anderen ins Auto. "Wie lange fahren wir denn?", fragte ich ziemlich neugierig. "Bis wir da sind.", antwortete Karl mit einem Augenzwinkern, "Vielleicht eine halbe Stunde."
Es kam mir viiiiel länger vor. Schließlich erreichten wir doch den Campplatz. Wow! Das wird meine erste richtige Stammfahrt! Ich war sehr aufgeregt und erkundete sofort die Umgebung. Mona ermahnte mich, ich solle unbedingt immer in Sichtweite zum Auto bleiben und auf gar keinen Fall in das Getreidefeld gehen. Krümel und ich sahen einen großen Eichenbaum und ich half ihm, dort hochzuklettern. Hier hatten wir eine sehr gute Aussicht. Jetzt kam auch gerade Michi, der in den letzten Stunden Holz geschlagen hatte und nun viele lange Holzstangen von seinem Auto ablud. Karl und Mona liefen nun gemeinsam zu einem Wald in der Nähe. Sie wollten irgendetwas vorbereiten, sagten aber nicht, was das wohl sein mochte. Krümel und ich schlichen uns hinterher aber auf halbem Wege zum Wald erwischte uns Karl. Da waren wir wohl nicht leise genug. So gingen wir halt zurück zum Campplatz und spielten dort. Etwas später, als Karl und Mona längst zurück waren, fuhr Michi los, um die anderen Ranger aus unserem Stamm vom Bahnhof abzuholen. Wir freuten uns sehr, uns alle wieder zu sehen. Unser Schneeleopardenteam war übrigens größer als die beiden anderen Teams zusammengenommen! Nur ein Junge aus unserem Team konnte nicht dabei sein. Weil wir so viele waren, durften wir für uns die Jurte, also das ganz große Zelt aufbauen.
Es halfen alle mit und so dauerte es nicht lange, bis es fertig war. Oben am Jurtenpfahl war die Flagge befestigt und wehte im ziemlich starken Wind. Links und rechts neben der Jurte wurde jeweils eine Kohte aufgestellt. Eine für die Füchse und eine für die Kakadus. Bei uns in der Jurte durften noch Karl und Jeremias schlafen. Das Wetter war leider nicht so sonnig. Bevor die anderen vom Bahnhof kamen, hat es sogar ziemlich stark geregnet. Jetzt war es aber nur noch bewölkt.
Jedenfalls gab es auch bald Abendbrot. Überm Feuer in einem Topf briet bereits Fleisch für die Rangerdöner und auch die Fladenbrote lagen schon bereit. Einige Ranger schnitten Gemüse und bereiteten die Soße vor. Wie beim NTS vor zwei Monaten war der Rangerdöner, den Adrian für mich machte, viel zu groß. Zum Glück half mir Krümel dabei, ihn aufzuessen. Kaum zu glauben, dass mein kleiner weißer Freund so viel essen kann! Nach der Mahlzeit und dem Abwasch gab es eine Camprunde mit Musik und einer Geschichte über einen Adligen namens "Zinzendorf". Es war schon ziemlich dunkel, als wir schließlich Zähne putzen sollten.
Jetzt wurden die Wachsfackeln ausgeteilt, die vor einiger Zeit mal bei uns vor der Tür standen. Immer eine Fackel für zwei Ranger. Plötzlich wurde mir auch klar, wo wir hingehen würden. Karl und Mona hatten für uns am Nachmittag schon die Wanderung rausgesucht! Es war eine echt coole Wanderung. Irgendwann waren die Fackeln leider abgebrannt und wir mussten auf unsere Taschenlampen zurückgreifen.
Ich fand es auch toll, dass wir mal so lange wach bleiben durften, es war nämlich schon 23 Uhr, als wir uns schließlich in unsere Schlafsäcke verkrochen.
Die Zeit verging wie im Fluge und schließlich klingelte Karl an der Tür. Er hatte schon mit Adrian das große Gemeindeauto beladen und nun fehlte nur noch die Verpflegung, die hier bei Mona, Krümel und mir lag. Wir räumten alles ein und ich sprang mit den anderen ins Auto. "Wie lange fahren wir denn?", fragte ich ziemlich neugierig. "Bis wir da sind.", antwortete Karl mit einem Augenzwinkern, "Vielleicht eine halbe Stunde."
Es kam mir viiiiel länger vor. Schließlich erreichten wir doch den Campplatz. Wow! Das wird meine erste richtige Stammfahrt! Ich war sehr aufgeregt und erkundete sofort die Umgebung. Mona ermahnte mich, ich solle unbedingt immer in Sichtweite zum Auto bleiben und auf gar keinen Fall in das Getreidefeld gehen. Krümel und ich sahen einen großen Eichenbaum und ich half ihm, dort hochzuklettern. Hier hatten wir eine sehr gute Aussicht. Jetzt kam auch gerade Michi, der in den letzten Stunden Holz geschlagen hatte und nun viele lange Holzstangen von seinem Auto ablud. Karl und Mona liefen nun gemeinsam zu einem Wald in der Nähe. Sie wollten irgendetwas vorbereiten, sagten aber nicht, was das wohl sein mochte. Krümel und ich schlichen uns hinterher aber auf halbem Wege zum Wald erwischte uns Karl. Da waren wir wohl nicht leise genug. So gingen wir halt zurück zum Campplatz und spielten dort. Etwas später, als Karl und Mona längst zurück waren, fuhr Michi los, um die anderen Ranger aus unserem Stamm vom Bahnhof abzuholen. Wir freuten uns sehr, uns alle wieder zu sehen. Unser Schneeleopardenteam war übrigens größer als die beiden anderen Teams zusammengenommen! Nur ein Junge aus unserem Team konnte nicht dabei sein. Weil wir so viele waren, durften wir für uns die Jurte, also das ganz große Zelt aufbauen.
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| Da war die Jurte schon fast fertig aufgebaut |
Jedenfalls gab es auch bald Abendbrot. Überm Feuer in einem Topf briet bereits Fleisch für die Rangerdöner und auch die Fladenbrote lagen schon bereit. Einige Ranger schnitten Gemüse und bereiteten die Soße vor. Wie beim NTS vor zwei Monaten war der Rangerdöner, den Adrian für mich machte, viel zu groß. Zum Glück half mir Krümel dabei, ihn aufzuessen. Kaum zu glauben, dass mein kleiner weißer Freund so viel essen kann! Nach der Mahlzeit und dem Abwasch gab es eine Camprunde mit Musik und einer Geschichte über einen Adligen namens "Zinzendorf". Es war schon ziemlich dunkel, als wir schließlich Zähne putzen sollten.
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| Adrian mit Wachsfackel |
Ich fand es auch toll, dass wir mal so lange wach bleiben durften, es war nämlich schon 23 Uhr, als wir uns schließlich in unsere Schlafsäcke verkrochen.
Donnerstag, 8. Mai 2014
Krümel und Einkauf
Juhuuuuu! Heute darf ich zu Mona fahren, damit sie meine Kluft fertig näht! Bevor Adrian zur Arbeit gefahren ist, hat er mich noch bei ihr vorbei gebracht. Ich musste ziemlich still sitzen, als sie mir die Kluft anprobierte. Uuhhh... Am Bauch war die noch viiiiel zu eng! Hm... Ob ich in letzter Zeit zu viel gegessen habe?
Nach einer Stunde musste Mona dann auch los und ich blieb da. Mona hat einen Balkon und hier konnte ich stundenlang die vorbeifahrenden Autos beobachten. Plötzlich hörte ich hinter mir in der Küche ein Geräusch. Ich drehte mich um und lauschte. Da war doch was! Oder Jemand! Ich versteckte mich und blickte ganz vorsichtig um die Ecke. Da! Nanu? Wer ist das denn? Ich blieb in meinem Versteck. Dort in der Küche war ein kleiner Eisbär damit beschäftigt, auf den Küchentisch zu klettern, auf dem meine Kluft lag. Was er wohl vor hat? Ich schlich mich leise an. Er hatte mich wohl nicht bemerkt, denn als ich mit einem großen Satz an ihm vorbei auf den Tisch sprang, erschrak er sich sehr und fiel rückwärts vom Stuhl auf den Boden --- und blieb dort bewegungslos liegen. Oh nein! Ob er sich verletzt hatte? Ich wollte ihm doch nur einen kleinen Schrecken einjagen! Ich sprang wieder vom Tisch herunter und stupste ihn an. Er kann kaum älter als zwei Jahre sein. Langsam öffnete er ein Auge und danach das Andere. "Hast du dir weh getan?", fragte ich ihn. Er sah sehr ängstlich aus und nickte langsam. "Oh, das wollte ich nicht. Tut mir echt leid!", stammelte ich. "Wie heist du denn?" Jetzt drehte er sich auf seinen Bauch, betastete mit seiner linken Pfote seinen Kopf und schaute mich ganz ängstlich an. "Du musst keine Angst vor mir haben", versuchte ich ihm mit einer zuckersüßen Stimme zu beruhigen, "Ich bin Flocke. Wollen wir Freunde sein?" Ich lächelte ihn an. Jetzt lächelte er auch ein bisschen und sagte ganz leise "Krümel". Ich sah ihn an. "Krümel? Ist das dein Name?", wollte ich wissen. Wieder nickte er. "Cool! Freut mich, dich kennen zu lernen! Wie alt bist du denn, Krümel?" Er überlegte eine Weile und sagte schließlich "Zwei" "Lass uns auf das Sofa klettern", schlug ich vor, "Ich gieße dir noch etwas Milch ein."
Irgendwie redet er nicht besonders viel, verfolgt aber mit wachen Augen ganz genau, was ich mache. In den nächsten Stunden erfuhr ich nach und nach einige Dinge über ihn. Sein Geburtstag ist am 29. November, also nur zwei Wochen nach meinem! Aber ich bin schon drei Jahre alt. Genau wie ich liebt er auch den Winter. Er wohnt bei Mona und hat mich schon oft gesehen. Er ist wirklich schüchtern, deshalb hat er sich immer versteckt gehalten und wollte auch nie, dass Mona mir von ihm erzählt. Er ist zwar nicht bei den Rangern, findet aber unsere Halstücher so cool, dass er auch ein gelbes Halstuch bekommen hat.
Nach und nach taute er immer mehr auf und es macht echt Spaß, mit ihm zu spielen. Meistens spielen wir verstecke, aber er kennt die Wohnung viel zu gut, sodass ich da keine Chance hatte. Irgendwann kehrte Mona zurück und noch etwas später auch Adrian. Die beiden besprachen nun die gesamte Verpflegung auf der Stammfahrt und schrieben eine lange Liste mit Dingen auf, die noch einzukaufen waren. Mir lief schon bei den Gedanken daran das Wasser im Munde zusammen und es genügte einen Blickkontakt mit Krümel, um zu wissen, dass es ihm nicht anders erging. Schließlich gingen Mona und Adrian auf Einkaufstour. Dazu nahmen sie zwei Fahrradtaschen und Adrians großen Rucksack. Krümel und ich durften auch mit, nur in den Taschen war diesmal rückzu kein Platz. Ich habe noch nie einen so vollen Einkaufswagen gesehen. Mona und Adrian mussten ziemlich gut packen, um alles nach Hause bringen zu können. Trotzdem musste Adrian noch eine ganze Menge Einkauf in die Hand nehmen. Sehr genial war auch, wie Mona die Preise im Kopf zusammengerechnet hatte. Sie schätzte den Einkauf auf etwa 100€ und an der Kasse waren es genau 100,61€.
Zurück in Monas WG bemerkten wir erst, wie hungrig wir waren. Ein Nudelauflauf war schnell gemacht und so füllten wir unsere Bäuche. Nachdem Adrian nach einiger Zeit wieder gegangen war, machte Mona mit meiner Kluft weiter. Ein paar Knöpfe später war sie auch schon fertig. Ich zog die Kluft gleich an und bedankte mich. Krümel findet die Kluft auch toll, aber ihm passt sie nicht. Wir spielten noch ein bisschen "Ich sehe was, was du nicht siehst" und schliefen schließlich ein.
Nach einer Stunde musste Mona dann auch los und ich blieb da. Mona hat einen Balkon und hier konnte ich stundenlang die vorbeifahrenden Autos beobachten. Plötzlich hörte ich hinter mir in der Küche ein Geräusch. Ich drehte mich um und lauschte. Da war doch was! Oder Jemand! Ich versteckte mich und blickte ganz vorsichtig um die Ecke. Da! Nanu? Wer ist das denn? Ich blieb in meinem Versteck. Dort in der Küche war ein kleiner Eisbär damit beschäftigt, auf den Küchentisch zu klettern, auf dem meine Kluft lag. Was er wohl vor hat? Ich schlich mich leise an. Er hatte mich wohl nicht bemerkt, denn als ich mit einem großen Satz an ihm vorbei auf den Tisch sprang, erschrak er sich sehr und fiel rückwärts vom Stuhl auf den Boden --- und blieb dort bewegungslos liegen. Oh nein! Ob er sich verletzt hatte? Ich wollte ihm doch nur einen kleinen Schrecken einjagen! Ich sprang wieder vom Tisch herunter und stupste ihn an. Er kann kaum älter als zwei Jahre sein. Langsam öffnete er ein Auge und danach das Andere. "Hast du dir weh getan?", fragte ich ihn. Er sah sehr ängstlich aus und nickte langsam. "Oh, das wollte ich nicht. Tut mir echt leid!", stammelte ich. "Wie heist du denn?" Jetzt drehte er sich auf seinen Bauch, betastete mit seiner linken Pfote seinen Kopf und schaute mich ganz ängstlich an. "Du musst keine Angst vor mir haben", versuchte ich ihm mit einer zuckersüßen Stimme zu beruhigen, "Ich bin Flocke. Wollen wir Freunde sein?" Ich lächelte ihn an. Jetzt lächelte er auch ein bisschen und sagte ganz leise "Krümel". Ich sah ihn an. "Krümel? Ist das dein Name?", wollte ich wissen. Wieder nickte er. "Cool! Freut mich, dich kennen zu lernen! Wie alt bist du denn, Krümel?" Er überlegte eine Weile und sagte schließlich "Zwei" "Lass uns auf das Sofa klettern", schlug ich vor, "Ich gieße dir noch etwas Milch ein."
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| Mein kleiner Freund Krümel |
Nach und nach taute er immer mehr auf und es macht echt Spaß, mit ihm zu spielen. Meistens spielen wir verstecke, aber er kennt die Wohnung viel zu gut, sodass ich da keine Chance hatte. Irgendwann kehrte Mona zurück und noch etwas später auch Adrian. Die beiden besprachen nun die gesamte Verpflegung auf der Stammfahrt und schrieben eine lange Liste mit Dingen auf, die noch einzukaufen waren. Mir lief schon bei den Gedanken daran das Wasser im Munde zusammen und es genügte einen Blickkontakt mit Krümel, um zu wissen, dass es ihm nicht anders erging. Schließlich gingen Mona und Adrian auf Einkaufstour. Dazu nahmen sie zwei Fahrradtaschen und Adrians großen Rucksack. Krümel und ich durften auch mit, nur in den Taschen war diesmal rückzu kein Platz. Ich habe noch nie einen so vollen Einkaufswagen gesehen. Mona und Adrian mussten ziemlich gut packen, um alles nach Hause bringen zu können. Trotzdem musste Adrian noch eine ganze Menge Einkauf in die Hand nehmen. Sehr genial war auch, wie Mona die Preise im Kopf zusammengerechnet hatte. Sie schätzte den Einkauf auf etwa 100€ und an der Kasse waren es genau 100,61€.
Zurück in Monas WG bemerkten wir erst, wie hungrig wir waren. Ein Nudelauflauf war schnell gemacht und so füllten wir unsere Bäuche. Nachdem Adrian nach einiger Zeit wieder gegangen war, machte Mona mit meiner Kluft weiter. Ein paar Knöpfe später war sie auch schon fertig. Ich zog die Kluft gleich an und bedankte mich. Krümel findet die Kluft auch toll, aber ihm passt sie nicht. Wir spielten noch ein bisschen "Ich sehe was, was du nicht siehst" und schliefen schließlich ein.
Mittwoch, 7. Mai 2014
Bald gibt es ein neues Fahrrad
Gestern und vorgestern hat Adrian sich ganz viel um ein neues Fahrrad gekümmert. Er hat bei einigen Fahrradläden angefragt, ob sie ein passendes Modell für seine Ansprüche anbieten können. Ein Laden hat tatsächlich etwas passendes. Heute Abend kam er mit gaaaanz viel Bargeld nach Hause, was er für das neue Fahrrad braucht. Am Freitag will er es dann abholen. Sonst haben wir noch die ganze Wohnung aufgeräumt für einen Versicherungsvertreter, der heute zu Besuch war. Wenn das neue Fahrrad irgendwann mal geklaut werden oder kaputt gehen sollte, bekommt Adrian wenigstens von der Versicherung Geld für ein Neues.
Montag, 5. Mai 2014
Ausruhtag
Hallo liebes Tagebuch,
heute war nur eins angesagt: Ausruhen. Adrian war eh arbeiten und so konnte ich ganz in Ruhe entspannen. Abends haben wir uns dann noch die Fotos von der Kanutour angeschaut.
heute war nur eins angesagt: Ausruhen. Adrian war eh arbeiten und so konnte ich ganz in Ruhe entspannen. Abends haben wir uns dann noch die Fotos von der Kanutour angeschaut.
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